HAMAN UND ALTE AGYTISCHE INSCHRIFTEN
Die Informationen, die im Quran über das alte Ägypten gegeben
werden, decken viele historische Tatsachen auf, die bis in die
Neuzeit unbekannt ge-blieben waren. Diese Tatsachen zeigen uns
auch auf, dass jedes Wort des Quran durch sicheres Wissen of-fenbart
worden ist.
Einer der Menschen, der im Quran zusammen mit Pharao erwähnt
wird, ist Haman. Er wird an sechs unterschiedlichen Stellen des
Quran als einer der nähsten Männer zu Pharao genannt.
Überraschenderweise wird der Name von Haman in jenen Kapiteln
der Thora, die die Lebens-dauer von Moses erwähnen, nie genannt.
Jedoch findet sich die Erwähnung von Haman in den letzten Kapiteln
des alten Testaments als der Helfer eines babylonischen Königs,
der ungefähr 1.100 Jahre nach Moses den Juden viele Grausamkeiten
zugefügt hat.
Einige Nicht-Muslime, die behaupten, dass der Prophet Muhammad
den Quran selber schrieb, indem er von der Thora und von der Bibel
kopierte, erklären auch, dass er einige Themen falsch übertrug.
Die Ab-surdität dieser Annahme wurde erst verstanden, nachdem
die ägyptischen Hieroglyphen, vor etwa 200 Jahren entziffert und
in alten Texten der Name "Haman" gefunden wurde. Vor diesen Entdeckungen
konnten die Schrift und die Beschreibungen des alten Ägypten nicht
verstanden werden. Die Schrift der alten Ägypter bestand aus Hieroglyphen.
Doch mit der Verbreitung des Christentums und anderer kultureller
Einflüsse im 2. und 3. Jahrhundert hat Ägypten seinen alten Glauben
sowie die Hieroglyphenschrift vergessen. Das letzte bekannte Beispiel
der Benutzung der Hieroglyphenschrift ist eine Be-schreibung,
welche auf das Jahr 394 n. Chr datierbar ist. Danach wurde diese
Sprache vergessen und bis vor ca. 200 Jahren gab es niemanden,
der sie lesen und verstehen konnte.
Das Geheimnis der ägyptischen Hieroglyphen wurde 1799 durch die
Entdeckung des nach der ägyptischen Hafenstadt Rosette benannten
Rosette-Steins gelöst (Stein der Rosette). Der Text auf dem Stein
war in drei verschiedenen Sprachen abgefasst, was es ermöglichte,
die Hieroglyphen zu entziffern. Die Sprachen waren ägyptisch,
demotisch (eine simplifizierte Form der Hieroglyphenschrift, die
von einfach gebildeten Leuten benutzt wurde) und griechisch. Die
Verwendung der griechischen Sprache war es letztenendes, die die
Entzifferung der altägyptischen Schrift ermöglichte. Der Franzose
Jean-François Champol-lion übersetzte die Schriftzeichen, und
so kam eine tote Sprache ans Licht, zusammen mit einem Ab-schnitt
der Geschichte, der bis dahin verborgen geblieben war. Nun war
es möglich, dass die Zivilisation des alten Ägypten mit ihrer
vollständig andersartigen Religion und sozialen Struktur vor unseren
Augen wieder aufleben konnte.
Dank der Entzifferung der Hieroglyphenschrift
erhalten wir auch zu unserem Thema eine wesentliche Information:
Haman wurde tatsächlich in den alten ägyptischen Texten erwähnt.
Der Name ist Teil einer Inschrift auf einem Monument, das heute
im Hof-Museum in Wien ausgestellt ist. Auch diese Inschrift betont,
dass Haman Pharao sehr nahe gestanden haben muss.8
In dem Nachschlagewerk "Die Ägyptischen Personennamen,
Verzeichnis der Namen", das auf der Auswertung aller vorhandener
Schriftrollen beruht, ist Haman als "oberster Herr über die Arbeiter
in den Steinbrüchen" beschrieben.9
Im Gegensatz zu anders lautenden Behaup-tungen hat Haman tatsächlich
zu Moses' Zeiten in Ägypten gelebt, exakt den Angaben im Quran
entsprechend. Der Quran bezeichnet ihn als einen Mann aus Pharaos'
nächster Umgebung, der für Baupro-jekte verantwortlich war.
In ganz ähnlicher Weise stimmt der Vers, der uns überliefert,
wie Pharao Haman anweist, einen Turm zu bauen, mit diesen Feststellungen
der Archäo-logie überein:
Und Pharao sprach: "O ihr Anführer! Ich kenne
keinen anderen Gott für euch als mich. So brenne mir Tonziegel,
o Haman, und mache mir einen Turm, damit ich zum Gott Moses emporsteige.
Ich halte ihn allerdings für einen Lügner." (Sure 28:38 - al-Qasas)
Die Schlussfolgerung daraus ist: Die Existenz
des Namens "Haman" in den alten ägyptischen Schriftrollen
untermauert die Tatsache, dass der Quran das unfehlbare Wort Gottes
ist. Der Quran gibt uns hier auf wunderbare Weise ein Stück historischer
Information, das man zu Zeiten des Propheten Muhammad (s.a.w.s)
niemals hätte auffinden oder erschliessen können.
 |
Bis zum 19.
Jahrhun-dert, als die Hierogly-phenschrift schließlich entziffert
wurde, war der Name "Ha-man" unbekannt. Mit der Entzifferung
der Hieroglyphen wurde klar, dass Haman am Hofe Pharaos
ein wichtiger Mann gewesen ist, nämlich der "oberste Aufseher
der Steinbrüche". Was hier Beachtung verdient, ist, dass
nach dem Quran Haman mit der Durchführung von Bauprojekten
unter Pharaos' Befehl beauftragt war. Das bedeutet, der
Quran gab seinerzeit eine Information preis, deren Kenntnis
sonst unmöglich gewesen wäre.
|
DER PROPHET MOSES UND DIE TEILUNG
DES MEERES
Die ägyptischen Könige, die als Pharao bekannt sind, sahen sich
selbst entsprechend der polytheistischen abergläubischen Religion
des alten Ägypten als Götter an. Allah hat zu der Zeit, als das
ägyptische Volk einen Aber-glauben anstelle der wahren Religion
angenommen hatte und die Kinder Israels versklavte, ihm den Propheten
Moses gesandt.
Doch die alten Ägypter - vor allem Pharao und sein engerer Kreis
- haben trotz der Einladung des Propheten Moses zur wahren Religion
ihren heidnischen Glauben nicht aufgegeben. Der Prophet Moses
hat Pharao und seinem Umfeld erklärt, was sie vermeiden sollen
und hat sie vor Allahs Qual gewarnt. Trotzdem haben sie sich dagegen
aufgelehnt und den Propheten Moses der Verrücktheit, der Zauberei
und der Lüge beschuldigt. Obgleich Pharao und sein Volk durch
zahlreiches Unglück geprüft wurden, haben sie sich Allah nicht
hingegeben und Ihn nicht als den einzigen Gott angesehen. Sie
versuchten sogar, Moses aus Ägypten zu vertreiben, indem sie ihn
für dieses Unglück verantwortlich machten. Doch Allah hat den
Propheten Moses und die mit ihm gläubig waren gerettet und Pharao
und sein Volk vernichtet. Im Quran wird diese Hilfe von Allah
folgendermaßen erwähnt:
Und da offenbarten Wir Moses: "Schlag mit deinem Stab auf das
Meer!". Da teilte es sich, und jeder Teil war wie ein gewaltiger
Berg. Darauf ließen Wir die anderen nachkommen. Wir retteten Moses
und die mit ihm waren, allesamt. Dann ließen Wir die anderen ertrinken.
Darin ist wahrlich ein Zeichen! Doch die meisten von ihnen wollen
nicht glauben. Und dein Herr - Er ist fürwahr der Mächtige, der
Barmherzige. (Sure 26:63-68 - asch-Schu'ara')
In den Papyri, die aus der Zeit Pharaos stammen und vor kurzem
gefunden wurden, treffen wir auf folgende Erklärung zu diesem
Thema:
Vom Oberaufseher der Bücher des Wächters über den weißen Raum
des Palastes Amenamonie an den Ge-hilfen Penterhor:
Wenn dieser Brief dich erreicht und wenn du ihn genau gelesen
hast, dann ergebe dich wie ein Blatt in einem Wirbelsturm dem
größten Kummer, einem dein Herz schmerzendes Unglück, dem
Desaster des ertränkenden Strudels...
... Leid, gewaltsamer Zwang hat ihn plötzlich
gefangen genommen. Ein Schlaf im Wasser hat den Ruhm-vollen
in etwas Bedauernswertes verwandelt... Stelle dar den
Tod der Anführer, den Tod des Herrn der Völker und des König der
Osten und der Westen...10
Die Ereignisse, die im Quran bezüglich der Ver-gangenheit mitgeteilt
werden, werden heutzutage mit ge-schichtlichen Beweisen belegt.
Dies ist ein weiteres Wun-der des Quran.
DAS UNGLÜCK, DAS PHARAO UND SEINEN ENGEREN KREIS TRIFFT
Pharao und sein engerer Kreis waren von ihren polytheistischen
Systemen, ihrem heidnischen Glauben so abhängig, dass sogar die
Wunder des Propheten Moses sie von diesen Aberglauben nicht abbringen
konnten.
Und sie sprachen: "Was auch immer an Wunderzeichen du uns bringen
magst, um uns zu bezaubern, wir glauben dir doch nicht!" (Sure
7:132 - al-A'raf)
Als Antwort auf dieses Verhalten hat Allah ihnen Unglück geschickt,
die mit dem Ausdruck des Verses "lauter
deutliche Zeichen" (Sure 7:133 - al-A'raf) waren, um sie
streng zu bestrafen. Das erste Unglück ist die Dürre mit den folgenden
Missernten. Der Quranvers zu diesem Thema ist wie folgt:
Und Wir hatten das Volk Pharaos schon mit (Hunger-) Jahren und
Fehlernten heimgesucht, damit sie sich ermahnen ließen. (Sure
7:130 - al-A'raf)
Die Ägypter haben ihre Landwirtschaft auf den Nil gegründet und
auf diese Weise wurden sie von Änderungen der natürlichen Faktoren
nicht beeinflusst. Doch wegen der Auflehnung von Pharao und seines
engeren Kreises gegen Allah und wegen ihrer Ablehnung von Allahs
Propheten traf sie ein unerwartetes Unglück. Aber anstatt dass
sie sich dadurch ermahnen ließen, haben sie all diese Geschehnisse
als böse Taten von Moses und der Kinder Israels angesehen. Danach
hat Allah ihnen weiteres Unglück gesendet. Dies wird im Quran
folgendermaßen erwähnt:
Und so sandten Wir über sie die Flut und die Heuschrecken und
die Läuse und die Frösche und das Blut, lauter deutlichen Zeichen.
Sie aber benahmen sich hochnäsig und blieben ein sündiges Volk.
(Sure 7:133 - al-A'raf)
Was im Quran bezüglich dieses Unglücks mitgeteilt wird, wurde
bestätigt, nachdem am Beginn des 19. Jahrhunderts ein Papyrus,
das zur Periode des Mittleren Königreichs gehört, in Ägypten gefunden
wurde. Dieses Papyrus wurde im Jahr 1909 am Holland Museum in
Leiden von A. H. Gardiner übersetzt. In dem Papyrus werden das
Unglück wie die Hungersnot, die Dürre und die Flucht der Sklaven
aus Ägypten erwähnt. Außerdem wird klar, dass sogar der Schriftsteller
des in Frage stehenden Papyrus Ipuwer ein Zeuge dieser Ereignisse
war.
Die Kette des Unheils, die das ägyptische Volk
getroffen hat, stimmt mit den Informationen über die Hungersnot
und das Blut, worüber uns der Quran informiert, völlig überein.11
Das Unglück, das Allah im Quran erklärt, wurde in den Papyri von
Ipuwer wie folgt beschrieben:
Die Unglücke haben sich im ganzen Land verbreitet.
Überall gibt es Blut.12
Der Fluss war voll mit Blut.13
Also alles, was ich gestern gesehen habe,
wurde vernichtet. Die Erde ist völlig nackt wie geerntet.14
Der untere Teil von Ägypten wurde vollkommen
zerstört. Der ganze Schloss war verlassen. Alles, was besessen
wurde: Weizen und Gerste, Gänse und Fische15
Tatsächlich wurde die Ernte überall zerstört16
Am
Beginn des 19. Jahrhunderts wurde in Ägypten ein Papyrus gefunden,
das zur Periode des Mittleren Königreichs gehört. Dieses Papyrus
wurde im Jahr 1909 im Holland Museum in Leiden von A. H. Gardiner
übersetzt. Das vollständige Papyrus befindet sich in einem
Buch namens Admonitions of an Egyptian from a Heiratic Papyrus
in Leiden (Ermahnungen eines Ägypters aus einem Papyrus in
Leiden). Im Papyrus werden die großen Veränderungen in Ägypten,
die Hungersnot, die Dürre, die Flucht der Sklaven aus Ägypten
und die Morde im ganzen Land beschrieben. Das Papyrus wurde
von einem Ägypter namens Ipuwer geschrieben und aus den Erklärungen
wurde klar, dass er Zeuge dieser Ereignissen war.17
Dieses Papyrus ist eine Handschrift, die das bedeutungsvolle
Unheil, die Vernichtung von Pharao und seines Volkes erklärt. |
Der Boden trotz der ganzen Unordnung und
Durcheinander... 9 Tage lang gab es keinen Ausgang aus dem Schloss
und niemand konnte das Gesicht dieser Person sehen... Die Städte
wurden durch heftige Angriffe dem Erdboden gleichgemacht. Der
obere Teil von Ägypten wurde völlig zerstört. Überall gab es Blut.
Im Land tauchten epidemische Krankheiten auf. Heute kann wirklich
niemand zum Norden Byblos gehen. Was werden wir für unsere Mumien
machen?... Das Gold verringert sich.18
Die Menschen fürchten sich sogar vor Wasser.
Sie hatten immer wieder Durst, nachdem sie Wasser getrunken haben.19
Also, hier ist unser Wasser! Unser Glück!
Was können wir machen? Alles wurde geplündert.20
Die Städte wurden abgerissen. Das obere
Teil von Ägypten hat ausgetrocknet.21
Die Bevölkerungsorte wurden in einigen
Minuten zerrüttet. 22
Dass in einem Papyrus, von dem wir erst im 20. Jahrhundert erfahren
haben, das Unglück, das Pharao und sein Volk getroffen hat, so
offen erwähnt wird, zeigt uns nochmals, dass der Quran aus einer
heiligen Quelle stammt.
DIE ERWÄHNUNG DES PROPHETEN MOSES ALS ZAUBERER
In Papyri, die zu Pharaos Zeiten gehören, wurde der Prophet
Moses als "Zauberer" erwähnt. (Die in Frage stehenden Papyri befinden
sich im Britischen Museum in London.) Trotz ihrer Bemühungen konnten
Pharao und seine Anhänger dem Propheten Moses niemals überlegen
sein.
Dies wurde aufgeschrieben am zweiten Tag des siebten Payni
(etwa Juni) in der Zeit des Meisters des Rechts, dem größten Bruder
des Sonnengottes' Sohns Amun und dem Vater des Königreichs des
Ramses, der stets wie die Sonne unsterblich sein wird... Stehe
auf, wenn du diesen Brief erhältst und beginne zu arbeiten, nimm
die Verwaltung der Acker auf dich. Denke gründlich nach, wenn
du Nachricht von einer neuen Plage wie eine Überschwemmung die
alle Ernten zerstört, erhältst. Hemton vernichtete sie mit Gefräßigkeit,
Lagerräume wurden löcherig, Mäuse befinden sich auf den Feldern
in Massen, Flöhe sind wie Wirbelstürme, Skorpione fressen mit
Gier... Scribe (Scribe bedeutet auf lateinisch Gelehrter, hier
ist angeblich der Prophet Moses gemeint) erreichte seine
Absicht der Vernichtung großer Ernten... Zauberei ist
für sie wie ihr Brot. Scribe... ist in der Schreibkunst ein Meister.
Es wird im Quran mit diesen Versen der Sure az-Zukhruf mitgeteilt,
dass vom Propheten Moses als "Zauberer" gesprochen wurde:
Sie sagten daraufhin: "O du Zauberer! Rufe deinen
Herrn für uns an, dem Verhältnis gemäß, das du zu Ihm hast. Jetzt
wollen wir der Rechtleitung folgen." (Sure 43:49 - az-Zukhruf)
Und sie sprachen: "Was auch immer an Wunderzeichen
du uns bringen magst, um uns zu bezaubern, wir glauben dir doch
nicht!" (Sure 7:132 - al-A'raf)
Pharaos' Magier waren Autoritäten
auf Gebieten, die von der Medizin bis zur Astronomie reichten.
Sie nutzten ihr Prestige um die öffentliche Meinung in Pharaos'
Sinn zu beeinflussen, haupt-sächlich, um die Tyrannei Pharaos'
zu untermauern. Hier ein Relief mit den Magiern, wie sie
die Welt auf ihren Händen tragen. |
DAS WORT "PHARAO" IM QURAN
Im alten Testament werden die ägyptischen Herrscher, die zu
den Zeiten der Propheten Abraham und Joseph gelebt haben, als
Pharao bezeichnet. Der Titel "Pharao" wurde jedoch erst nach diesen
Propheten verwendet.
Im Quran wird, wenn vom ägyptischen König gesprochen wird, das
arabische Wort "al Melik" verwendet, das die Bedeutungen von "Herrscher",
"König" und "Sultan" hat:
Da befahl der König: "Bringt ihn zu mir!" (Sure 12:50 - Yusuf)
Der ägyptische Herrscher zu Zeiten von Moses wird jedoch als
"Pharao" erwähnt. Diese Unterschei-dung im Quran wird im Alten
und Neuen Testament oder von den jüdischen Historikern nicht gemacht;
überall wird die Bezeichnung "Pharao" verwendet.
Tatsächlich gehört die Verwendung des Begrif-fes
"Pharao" in der ägyptischen Geschichte in eine spätere Periode.
Die Anrede "Pharao" wurde erst im 14. Jahrhundert v.Chr. nach
der Zeit von Amenhotep IV verwendet. Der Prophet Joseph jedoch
hat mindestens 200 Jahre vor ihm gelebt.23
In der Enzyklopädia Britannica wird erklärt, dass das Wort "Pharao"
eine Bezeichnung war, die seit dem neuen Königreich (beginnt mit
der 18. Dynastie; 1539-1292 v.Chr.) bis zur 22. Dynastie (945-730
v.Chr.) verwendet wurde, jedoch vorher nicht in Gebrauch war.
Auch in der Enzyklopädia Academic American wird angegeben, das
die Bezeichnung "Pharao" erst ab Beginn des neuen Königreichs
verwendet wurde.
Wie ersichtlich ist, wurde das Wort "Pharao" von einem bestimmten
Datum an verwendet. Dass der Quran zwischen der Bezeichnung "König",
die zu Zeiten des Propheten Joseph in Gebrauch war, und der Bezeichnung
"Pharao" zu Moses' Zeiten genau unterscheidet, beweist erneut,
dass er Allahs' Wort ist.
Also erzählen
Wir dir Geschichten von dem, was sich früher ereignet hatte.
Und dabei lassen Wir dir manche Ermahnung von Uns zukommen.
Wer sich von ihr abwendet, wird am Tage der auferstehung
eine (schwere) Last tragen.
(Sure 20:99,100-Ta Ha) |
DIE STADT IRAM
Anfang der neunziger Jahre erschienen weltweit angesehene Zeitungen
mit Überschriften wie "Fabelhafte arabische Stadt wurde entdeckt",
"Legendäre arabische Stadt wurde entdeckt", "Die Atlantis im Sand:
Ubar" und gaben damit einen sehr wichtigen archäologischen Fund
bekannt. Die Bedeu-tung dieses Fundes wurde dadurch, dass der
Name auch im Quran auftaucht, um so wichtiger. Viele Menschen,
die bis dahin der Ansicht waren, dass die im Quran erwähnte Stadt
`Ad nur Legende sei oder nie ausfindig gemacht werden könnte,
konnten nach diesem neuen Fund ihr Erstaunen nicht verheimlichen.
Der Amateur-Archäologe Nicholas Clapp, hat die im Quran erwähnte
Stadt entdeckt.
Clapp, ein Arabist und Dokumentarfilmer stieß,
bei seinen Forschungen über arabische Geschichte auf ein höchst
interessantes Buch: Arabia Felix, geschrieben von dem englischen
Forscher Bertram Thomas im Jahre 1932. Arabia Felix war die römische
Bezeichnung für das südliche Gebiet der arabischen Halbinsel,
das heutzutage Jemen und einen großen Teil von Oman umfasst. Dieses
Gebiet wurde von den Griechen "Eudaimon Arabia" und von den arabischen
Gelehrten des Mittelalters "al-Yaman as-Saida" genannt. Diese
Bezeichnungen bedeuteten soviel wie "glückliche Araber". Der Grund
lag in der strategischen Lage dieser Region. Sie befand sich im
Zentrum des Gewürzhandels, zwischen Indien und Nord Arabien. Außerdem
bauten die hier lebenden Völker den seltenen Weihrauch-baum an
und handelten mit dem aus ihm gewonnenen Weihrauch (Olibanum),
einem Gummiharz; das an der Luft zu Körnern erstarrt, die bei
Erhitzen auf glühenden Kohlen einen aromatischen Duft entwickeln.
Weihrauch diente in antiken und altorientalischen Kulten, seit
dem 4. bis 5. Jahrhundert auch in der christlichen Liturgie als
Räuchermittel und war so wertvoll, dass er nahezu mit Gold aufgewogen
wurde.24
Der englische Forscher Thomas gibt in seinem Werk detaillierte
Informationen über diese glücklichen Völker und behauptet, die
Spuren einer von ihnen gegründeten Stadt, gefunden zu haben. Es
war eine Stadt, die die Beduinen "Ubar" nannten. Bei einer Expedition
in die genannte Region hatten die in der Wüste lebenden Beduinen
ihm einen Fußpfad gezeigt und ihm gesagt, dieser schmale Weg führe
zu einer sehr alten Stadt, die Ubar hieße.
In
der obigen Satellitenfotografie ist ein Ausschnitt von Jordanien
im Nordwesten der Arabischen Halbinsel zu sehen. Auf den
Fotos, der Stadt Ubar, die die NASA im Jahr 1992 aus dem
Weltraum aufgenommen hat, sind Spuren antiker Karawanenstrassen
in den Wüsten zu sehen. Das Volk 'Ad, über dessen Existenz
im Quran vor 1400 Jahren berichtet wurde, wurde erst mit
den technologischen Hilfsmittel unserer Zeit als ein weiteres
Wunder des Quran nachgewiesen. |
Thomas starb, bevor er seine Forschungen zu Ende führen konnte.
Clapp, der sein Werk studierte, glaubte an die verlorene Stadt
und leitete eigene Forschungen ein. Er versuchte auf zwei Wegen
die Existenz von Ubar zu beweisen. Zuerst ging er den Spuren nach,
die ihm die Beduinen gezeigt hatten. Dann wandte er sich an die
NASA, Satellitenbilder dieser Region zu machen. Später machte
er sich daran, die antiken Niederschriften und Landkarten, die
sich in der Huntington Bibliothek in Kalifornien befinden, zu
studieren. Er versuchte, eine antike Landkarte der Region zu finden.
Er fand eine Karte von Ptolemäus, einem ägyptisch-griechischen
Geographen, die im zweiten Jahrhundert n.Chr. gezeichnet worden
war. Auf der Landkarte waren eine alte Stadt und Wege zu sehen,
die zu dieser Stadt führten. In der Zwischenzeit hatte die NASA
die gewünschten Photos geliefert. Auf ihnen waren Spuren von Wegen
zu sehen, die man nur mit Hilfe von Satellitenaufnahmen als ein
Ganzes erkennen konnte, also auf der Erde nicht festzustellen
waren. Clapp verglich diese Aufnahmen mit den antiken Landkarten
und fand, dass sie identisch waren. Die Wege führten zu einer
großen Siedlung, die früher eine antike Stadt gewesen sein muss.
Nun konnte diese legendäre Stadt, die in den mündlich überlieferten
Geschichten der Beduinen häufig erwähnt wurde, ausfindig gemacht
werden. Man fing mit den Ausgrabungen an und fand unter den Sanddünen
die Überreste einer alten Stadt. Daher wurde diese Stadt auch
"Ubar: Atlantis im Sand" genannt.
Es stellt sich die Frage, wie man sich sicher sein konnte, dass
diese alte Stadt dem im Quran erwähnten Volk `Ad zuzuordnen war.
Schon kurz nach Beginn der Grabungen stellte sich heraus, dass
diese Stadt, mit der im Quran erwähnten Stadt identisch war. Die
ausgegrabenen Säulen gehörten zum Volk `Ad und Iram. Bei den Ausgrabungen
stieß man auf lange Säulen, von welchen schon der Quran berichtet
hatte. Auch Dr. Juris Zarins, ein Mitglied der Forschungsgruppe
betonte, dass diese langen Säulen ein besonderes Merkmal dieser
Ausgrabungen seien. Das hieß, dass diese Stadt mit der im Quran
erwähnten Stadt Iram identisch ist, der Stadt des Volkes `Ad.
Allah berichtet im Quran folgendermaßen:
Sahst du nicht wie dein Herr mit den `Ad verfuhr? Mit Iram, der
Säulenreichen, der im Land nichts gleich war? (Sure 89:6-8 - al-Fadschr)
Diese Übereinstimmung der Informationen im Quran mit Geschichtskenntnissen,
die erst Jahrhunderte später erlangt werden konnten, beweist noch
einmal, dass der Quran das authentische Wort Allahs ist.
SODOM UND GOMORRA
Der Prophet Lot war Zeitgenosse von Abraham. Lot wurde zu einem
Volk in der Nachbarregion Abrahams gesandt. Dieses Volk, so der
Quran, übte eine unerhörte Perversion aus, die Welt bis dahin
nicht kannte: die Sodomie. Als Lot sein Volk vor dieser Perversion
warnte und die heiligen Gebote Allahs offenbarte, leugnete es
ihn, es erkannte ihn als Propheten nicht an und ging seinen perversen
Gepflogenheiten weiter nach. Daraufhin wurde dieses Volk auf schreckliche
Weise vernichtet.
Überblick auf die Berge um den Lot-See
|
Und Lot als er zu seinem Volke sprach: "Wollt
ihr Schändlichkeiten begehen wie kein Geschöpf zuvor? Wahrlich,
ihr kommt mit Sinneslust zu Männern statt zu Frauen! Ja, ihr seid
ein ausschweifendes Volk!"... Und Wir ließen einen Regen auf sie
regnen. Sieh nur, wie das Ende der Sünder war. (Sure 7:80-84 -
al-A'raf)
Wir werden auf die Bevölkerung dieses Landstrichs
wegen ihrer Missetaten gewiss ein Strafgericht vom Himmel herabbringen.
Und wahrlich, Wir ließen davon ein deutliches Zeichen für einsichtige
Leute zurück. (Sure 29:34, 35 - al-'Ankabut)
Die Stadt, in der Lot gelebt hat, wird im Alten Testament Sodom
genannt. Dieses am Roten Meer angesiedelte Volk wurde gemäß der
Erzählung des Qurans vernichtet. Die archäologischen Forschungen
zeigten, dass diese Stadt am Toten Meer entlang der palästinensisch-jordanischen
Grenze lag. In diesem Gebiet finden sich große Mengen Schwefel.
Aus diesem Grund gibt es dort kein Leben irgendeiner Form, dieses
Gebiet ist deshalb ein Symbol der Katastrophe geworden.
Wie bekannt ist, ist Schwefel ein Element, das als Folge vulkanischer
Eruptionen auftaucht. Überdies gibt es ganz konkrete Beweise dafür,
dass die Vernichtung, die uns im Quran beschrieben wird, durch
Erdbeben und vulkanische Eruptionen verursacht gewesen sein können.
Der deutsche Archäologe Werner Keller äußert sich dazu:
In dieser Region gab es ein furchtbares
Erdbeben, begleitet von Explosionen, Blitzschlägen, Bränden und
Gasaustritten. Mit dem Tal von Siddin wurden somit auch die Städte
von Lots Volk, Sodom und Gomorra, begraben. Durch das Erdbeben
wurden erloschene Krater unter der Erdoberfläche freigelegt. In
der Hochebene der Scheria findet man noch heute erloschene Krater.
Hier befinden sich auf Kalkschichten riesige Mengen Lava und Basaltschichten.25
Diese Lava- und Basaltschichten sind eindeutige Beweismittel,
dass hier ein Vulkanausbruch stattgefunden hat. Der Lot-See, besser
bekannt als das Tote Meer, befindet sich in einer aktiven seismischen
Region, die eine Erdbebenzone bildet:
Die Basis des Toten Meeres befindet sich
in einem tektonisch verursachten Erdfall, die Riftebene genannt
wird. Diese Ebene liegt auf einer 300 km langen Strecke zwischen
dem See Tiberias im Norden und der Mitte der Arabah Ebene im Süden.26
Dem Herrn der Himmel und der Erde
und was zwischen beiden ist. Wenn ihr doch nur daran fest
glauben würdet! Es gibt keinen Gott ausser Ihm. Er macht
lebendig und Er läst sterben euer Herr und der Herr eurerer
Vorfahren.
(Sure 44:7,8-ad Dukhan) |
Die technische Seite der Katastrophe, die Lots Volk vernichtet
hat, kann aus den Forschungsergebnissen der Archäologie entnommen
werden. Demnach ist das Erdbeben, das Lots Volk vernichtete, durch
einen länglichen Fall der Erde zu Stande gekommen: Der Fluss Sheria
hat ein 190 km langes Flussbett, das insgesamt 180 Meter tief
abfällt. Diese Tatsachen und dass das Tote Meer 400 Meter tiefer
als der Meeresspiegel der Ozeane liegt, zeigen, dass hier einst
ein riesiges geologisches Ereignis stattgefunden hat.
Die interessante Struktur des Sheria Flusses und des Toten Meeres
sind nur ein kleiner Teil einer sehr langen Erdspalte. Lage und
Länge dieser Erd-spalte wurden vor kurzem festgestellt. Sie beginnt
am Rand des Taurusgebirges und erstreckt sich in südlicher Richtung
über den Südrand des Toten Meeres und durch die arabische Wüste
in den Golf von Akaba. Von dort aus zieht sie sich weiter über
das Tote Meer nach Afrika, wo sie endet. Auf dieser Route müssen
heftige Vulkanausbrüche stattgefunden haben. Denn auf den Galiläa
Höhenzügen in Palästina, auf den Hochebenen von Jordanien, im
Golf von Aqaba und an weiteren Orten in der Region finden sich
schwarzer Basalt und Lava.
All diese Überreste und die geographischen Gegebenheiten sind
Beweise dafür, dass am Toten Meer ein bedeutendes geologisches
Ereignis stattgefunden hat.
Das Magazin National Geographic berichtet in seiner Dezemberausgabe
von 1957 über dieses Ereignis:
Die Höhen von Sodom steigen in Richtung
des Toten Meeres an. Bisher konnte niemand herausfinden, wo sich
die verschwundenen Städte Sodom und Gomorra befanden. Wissenschaftler
sind der Meinung, dass diese Städte gegenüber den Felsen der Siddimebene
lagen. Höchstwahrscheinlich wurden sie infolge eines Erdbebens
vom Toten Meer überschwemmt.27
Eine der Informationen über die zerstörten Städte ist, dass sie
sich an einer der Haupt-Handelswege befanden, wie auch in der
Sure 15:74-77 angegeben wird. Geographen haben festgestellt, dass
dieses Gebiet an einer Haupt-Reiseroute im Südosten des Totes
Meeres liegt, die von der Arabischen Halbinsel bis nach Syrien
und Ägypten führt.
Und Wir kehrten (in ihrer Stadt) das Oberste
zu unterst und ließen Steine aus gebranntem Ton auf sie niederregnen.
Hierin sind wahrlich Zeichen für die Einsichtigen! Und siehe,
sie lagen an einer Straße, die noch vorhanden ist. Hierhin sind
wahrlich Zeichen für die Gläubigen. (Sure 15:74-77 - Al-Hidschr)
Auch Pompei erlitt ein ähnliches Ende.
In den obigen Bildern sind die antiken Städte um den Vesuv
herum zu sehen. Auf diesen Bildern ist klar und deutlich
zu erkennen, was für ein luxuriöses und pompöses Leben das
Volk von Pompeji führte. Der mumifizierte Körper links stammt
aus den Ruinen von Pompeji. |
DAS VOLK SABA UND DIE ARIMFLUT
Das Volk von Saba ist eine der vier großen Zivilisationen, die
in Südarabien gelebt haben. Historische Quellen, die über das
Volk Saba erzählen, bringen zum Ausdruck, dass dieser Staat erhebliche
kommerzielle Tätigkeiten ausübte wie einst die Phönizier. In den
Inschriften der Herrscher von Saba kommen Wörter wie "Reparatur",
"Stiftung", "Bau" sehr häufig vor. Die Talsperre Ma'rib, die zu
den bedeutendsten Bauwerken dieses Volkes zählt, ist eines der
wichtigsten Symbole des technologischen Niveaus, das es erreicht
hatte.
Der Staat Saba besaß eine der stärksten Armeen der Region, die
dem Staat eine imperialistische Politik ermöglichte. Saba war
mit seiner hoch entwickelten Kultur und Armee eine Supermacht.
Die mächtige Armee wird auch im Quran erwähnt. Wie hoch das Selbstbewusstsein
dieser Armee war, zeigt uns eine Aussage der Armeekommandeure,
die im Quran überliefert ist. Sie sagen der Königin von Saba:
... "Wir verfügen über viel (militärische) Stärke und Kampfkraft.
Die Entscheidung liegt jedoch bei dir. So überlege, was du gebieten
willst." (Sure 27:33 - an-Naml)
Das Volk von Saba hatte mit der Talsperre Ma'rib, die es mit
einer für diese Zeit äußerst fortschrittlichen Technologie erbaut
hatte, die Möglichkeit zur künstlichen Bewässerung erhalten. Das
fruchtbare Land, das es durch diese Methode gewann und die Kontrolle,
die es über die Handels-wege hatte, ermöglichten ein prachtvolles
und bequemes Leben. Sie hatten sich jedoch von Allah, dem sie
für all diese Gaben zu danken hatten, abgewendet, wie uns der
Quran berichtet. Daraufhin brach der Damm der Talsperre, und die
darauffolgende Überschwemmung hat alle Felder vernichtet.
Die Hauptstadt von Saba war Ma'rib, die durch ihre vorteilhafte
geographische Lage großen Reich-tum angehäuft hatte. Sie lag in
der Nähe des Flusses Adhanah. Der Ort, an dem dieser Fluss in
den Jabal Balaq einmündete, war für den Bau einer Talsperre sehr
gut geeignet. Das Volk von Saba, das von dieser geeigneten Lage
Gebrauch machte, hatte schon zur Zeit der Gründungsphase ihrer
Zivilisation hier eine Talsperre gebaut und angefangen, das Land
zu bewässern. Dank dieser Talsperre erreichten sie ein hohes Wohlstandsniveau.
Die Hauptstadt Ma'rib war eine der modernsten Städte ihrer Zeit.
Der griechische Geschichtsschreiber Plinius, der als Reisender
dieses Gebiet besuchte, lobt dieses Land sehr und betont ausdrücklich
das Grün der Landschaft.
Überreste des Ma'rib Tempels |
Die Höhe der Talsperre betrug 16 Meter, die Breite 60 Meter und
die Länge 620 Meter. Das Areal, das durch die Talsperre bewässert
werden konnte, war 9600 Hektar groß, wovon 5300 Hektar in der
Südebene lagen, der Rest in der Nordebene. In den Inschriften
von Saba werden diese beiden Ebenen auch als "Ma'rib" oder "die
beiden Ebenen" erwähnt. Wahrscheinlich möchte der Quran mit der
Aussage "von rechts und links zwei Gärten" auf die prächtigen
Weinberge und Gärten dieser beiden Ebenen hinweisen. Dank der
Talsperre und der Bewässerungsanla-gen galt das Gebiet als das
best bewässerte und fruchtbarste Gebiet im Jemen. Der Franzose
J. Holevy und der Österreicher Glaser haben durch Dokumen-tenfunde
bewiesen, dass die Ma'rib-Sperre seit uralter Zeit existiert.
In den Dokumenten, die im Himer-Dialekt geschrieben worden sind,
steht, dass das Land dank dieser Talsperre fruchtbar wurde.
Die Talsperre Ma'rib, deren Trümmer
oben und auf der folgenden Seite zu sehen sind, war eines
der wichtigsten Bauwerke des Volkes von Saba. Mit der Arimischen
Überschwemmung, von der im Quran erzählt wird, ist die Talsperre
eingestürzt und die Felder sind überschwemmt worden. Dadurch
wurde Saba innerhalb kürzester Zeit wirtschaftlich dermaßen
geschwächt, dass es unterging. |
Die Talsperre musste im 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. umfangreichen
Reparaturen unterzogen werden, sie konnten jedoch den Dammbruch
der Talsperre im Jahre 542 n.Chr. nicht verhindern. Er führte
zur "Arimischen Überschwemmung", von der uns auch der Quran berichtet,
und richtete weit gehende Verwüstungen an. Die Weinberge, Gärten
und die Felder, die das Volk von Saba seit Jahrhunderten bewirtschaftet
hatte, wurden gänzlich vernichtet. Nach dem Einsturz der Talsperre
geriet das Volk von Saba in einen plötzlichen Verfallspro-zess.
Am Ende dieses Prozesses, der mit dem Ein-sturz der Talsperre
beginnt, ging auch der Staat von Saba zugrunde.
Die oben erwähnten historischen Tatsachen und die Quranverse
stimmen überein. Archäologi-sche Funde und die Geschichte bekräftigen,
was wir im Quran lesen. Das Volk von Saba, die Warnungen des Propheten
missachtend und undankbar für die Gaben Gottes, wird von einer
furchtbaren Überschwemmung heimgesucht. Der Quran beschreibt dies
wie folgt:
Wahrlich den Sabäern hätte (schon) ihr Wohngebiet ein Zeichen
sein sollen: Zwei Gärten, zur Rechten und zur Linken. "Esst von
der Gabe eures Herrn und dankt Ihm! Ein gutes Land und ein nachsichtiger
Herr!" Sie aber wandten sich ab. Da sandten Wir über sie die Flut
des Dammbruchs und verwandelten ihre beiden Gärten in zwei Gärten
mit bitteren Früchten und Tamarisken und ein paar Lotosbäumen.
Dies war unser Lohn für ihren Unglauben. Und so bestrafen Wir
nur die Undankbaren. (Sure 34:15-17 - Saba)
Im Quran wird die Strafe, die das Volk von Saba traf, als "Seyl-ül
Arim", d.h. "Arimische Überschwemmung" bezeichnet. Dieser Ausdruck
zeigt zugleich, in welcher Art und Weise diese Überschwemmung
zustande gekommen ist. Denn das Wort "Arim" bedeutet Talsperre
oder Sperre. Der Ausdruck "Seyl-ül Arim" erzählt von einer Überschwemmung,
die durch den Einsturz des Damms verursacht wurde. Basierend auf
den Quranischen Aussagen hinsichtlich dieses Ereignisses, war
es Islamkommentatoren möglich, genauere Orts- und Zeitfestlegungen
zu machen. Maududi z. B. schreibt:
Das Wort "arim", das im Text als Begriff (Seyl-ül-Arim) vorkommt,
hat sich von dem Wort "arimen" abgeleitet und bedeutet in der
südarabischen Sprache "die Talsperre, Sperre". In den Ruinen,
die in den Ausgrabungen im Jemen an den Tag gebracht worden sind,
wurde dieses Wort oft in dieser Bedeutung gebraucht. In einer
Inschrift, die Jemen's äthiopischer Herrscher Ebrehe (Abraha)
nach der Reparatur der großen Sperre Ma'rib 542 und 543 n. Chr.
schreiben ließ, wurde dieses Wort wieder in der Bedeutung "Talsperre",
"Sperre" gebraucht. Seyl-ül Arim bedeutet in diesem Fall "Überschwemmung,
die durch den Einsturz einer Sperre zustande gekommen ist."
"Sie aber wandten
sich ab. Da sandten Wir über sie die Flut des Dammbruchs und verwandelten
ihre beiden Gärten in zwei Gärten mit bitteren Früchten und Tamarisken
und ein paar Lotos-bäumen." (Sure 34:16 - Saba). Das heißt,
infolge der Überschwemmung, die nach dem Einsturz der Sperre (Talsperre)
zustande gekommen ist, wurde das ganze Land zerstört. Aus dem
Land, das früher wie ein Garten aussah, ist eine Ruine geworden,
auf der nun wilde Kräuter wuchsen und außer kirschähnlichen Früchten
der kleinen Bäume nichts Essbares mehr zu finden war.28
An den Säulen gibt es Inschriften in der Sprache des Volks von
Saba. Auch der christliche Archäologe Werner Keller, Autor von
Und die Bibel hat doch Recht, ist der Meinung, dass die Arimische
Überschwemmung der Quranerzählung entspreche:
Dass so eine Talsperre vorhanden war und
sie mit ihrem Einsturz die ganze Stadt zerstörte, beweist, dass
die Beschreibung im Quran, die über die Besitzer der Gärten gegeben
wird, richtig ist und dass sich diese Geschehnisse tatsächlich
ereignet haben.29
Nach der Katastrophe, die mit der Arimischen Überschwemmung kam,
verwandelte sich das Gebiet langsam in eine Wüste und mit der
Vernichtung der Landwirtschaft ging auch die wichtigste Einnahme-quelle
des Volkes verloren. Das Volk, das den göttlichen Aufruf zum Glauben
und zur Dankbarkeit nicht befolgte, wurde mit dieser Katastrophe
bestraft.
DAS VOLK HIJR
Der Quran informiert uns über verschiedene Völker. Aber am meisten
erfahren wir über die Thamud. Auch historische Quellen liefern
uns Beweise über die Existenz dieses Volkes. Es wird angenommen,
dass die Völker Hijr und Thamud, die im Quran auftauchen, ein
und dasselbe sind, denn die Thamud werden auch als "Ashab-i Hijr"
(das Volk Hijr) bezeichnet. Dementsprechend dürfte das Wort "Semud"
für das Volk und das Wort "Hijr" für eine der Städte stehen, die
dieses Volk gründete. Die Definition des griechischen Geographen
Plinius stimmt hiermit überein. Er schrieb, dass der Lebensraum
der Thamud, Domatha und Hegra war, die heute die Stadt Hijr ausmachen.
Die älteste Quelle, die über die Thamud berichtet, ist die babylonische
Staats-Chronik, in der vom Sieg über dieses Volk unter der Führung
des babylonischen Königs Sargon II in Nordarabien erzählt wird
(8. Jahrhundert v.Chr.). Auch die Griechen berichten über dieses
Volk in den Werken von Aristoteles, Ptolemäus und Plinius, unter
dem Namen "Thamudaei". Ungefähr 400-600 Jahr n.Chr., also noch
vor dem Propheten Muhammad (s.a.w.s), verschwinden die Spuren
dieses Volkes.
Heute kann man in Jordanien, in der Petraebene die Kunstwerke
dieses Volkes bewundern. Im Quran wird ebenfalls über die Begabung
der Thamud auf dem Gebiet der Baukunst berichtet.
Und bedenkt, wie Er euch zu Nachfolgern der Ad
machte und euch eine Wohnstätte auf Erden gab, auf deren Ebenen
ihr euch Schlösser bautet und euch Wohnungen in deren Berge grubt.
Und gedenkt der Wohltaten Allahs und stiftet auf Erden kein Verderben.
(Sure 7:74 - al-A'raf)
Auf den Bildern sieht man einen Teil
der Ruinenstätte der Petraebene. |


8) Walter Wreszinski, Ägyptische
Inschriften aus dem K.K. Hof Museum in Wien, 1906, J C Hinrichs'
sche Buchhandlung
9) Hermann Ranke, Die Ägyptischen Personennamen,
Verzeichnis der Namen, Verlag Von J J Augustin in Glückstadt,
Band I,1935, Band II, 1952
10) British Museum, Ägyptisches Papyrus Nr. 6
11) http://www.ohr.org.il/special/pesach/ipuwer.htm
12) http://www.mystae.com/restricted/streams/thera/plagues.html;
Admonitions of Ipuwer 2:5-6
13) http://www.mystae.com/restricted/streams/thera/plagues.html;
Admonitions of Ipuwer 2:10
14) http://www.students.itu.edu.tr/~kusak/ipuwer.htm;
Admonitions of Ipuwer 5:12
15) http://www.students.itu.edu.tr/~kusak/ipuwer.htm;
Admonitions of Ipuwer 10:3-6
16) http://www.students.itu.edu.tr/~kusak/ipuwer.htm;
Admonitions of Ipuwer 6:3
17) http://www.ohr.org.il/special/pesach/ipuwer.htm
18) http://www.mystae.com/restricted/streams/thera/plagues.html;
Admonitions of Ipuwer
19) http://www.students.itu.edu.tr/~kusak/ipuwer.htm;
Admonitions of Ipuwer 2:10
20) http://www.students.itu.edu.tr/~kusak/ipuwer.htm;
Admonitions of Ipuwer 3:10-13
21) http://www.geocities.com/regkeith/linkipuwer.htm;
Admonitions of Ipuwer 2:11
22) http://www.geocities.com/regkeith/linkipuwer.htm;
Admonitions of Ipuwer 7:4
23) http://www.islamic-awareness.org/Quran/Contrad/External/josephdetail.html;http://www.islaam.com/Article.asp?id=40
24) Meyers Lexikon in drei Bänden © Bibliographisches
Institut & F.A. Brockhaus AG, Mannheim 1995, Digitale Ausgabe
LexiRom
25) Werner Keller, Und die Bibel hat doch recht
(The Bible as History; a Conformation of the Book of Books), William
Morrow, New York, 1956
26) "Le Monde de la Bible", Archeologie et Histoire,
Juli-August 1993
27) G. Ernest Wright, "Bringing Old Testament
Times to Life", National Geographic, Bd. 112, Dezember 1957, S.
883
28) Mevdudi, Tefhimül Kuran, Band 4, Insan Verlag,
Istanbul, S. 517
29) Werner Keller, Und die Bibel hat doch recht
(The Bible as History; a Conformation of the Book of Books), William
Morrow, New York, 1956, S. 230