fURTIEFGRUNDIG NACHDENKENDE - 2

DIE VERTEIDIGUNGSTECHNIKEN

Das Tier auf der rechten Seite ist keine Schlange, sondern eine kleine Raupe. Ja richtig, nur eine kleine Raupe. Durch ihr Aussehen, das einer Schlange gleicht, schützt sie sich vor ihren Feinden. Wenn dieses kleine Lebewesen in Gefahr ist, biegt es sich weit zurück und pumpt seinen Hinterleib auf. Es sieht dann genau wie eine furchterregende Giftschlange aus... Natürlich hat der erschrockene Feind nur noch die Möglichkeit zu fliehen und sich vor der vermeintlichen Schlange zu retten...

Der Hinterleib der Raupe sieht einer Schlange dermaßen ähnlich, dass sogar in den dunklen Flecken, die das Schlan-genauge nachahmen sollen, der Glanz des Auges nicht fehlt. Die Raupe, die sich nur sehr langsam bewegen kann und damit normalerweise für ihre Feinde eine leichte Beute wäre, schafft es durch diese wunderbare Besonderheit ihres Körpers, sich vor vielen Gefahren zu schützen.

Wie aber hat die Raupe diese Eigenschaft gewonnen? Solch ein erstaunliches Design, bedarf einer hinreichenden Erklärung. Betrachten wir die möglichen Antworten auf diese Frage:

Szenario 1: Eine Raupe, die vor Jahren eine Lösung suchte, um sich vor ihren Feinden schützen zu können, fing an, ihre Umgebung vorsichtig zu beobachten. Eines Tages bemerkte sie, dass alle ihre Gegner sich vor Schlan-gen fürchten. Sie sah ihren Körper an und entschied sich, sich einer Schlange anzugleichen. Wir können zwar nicht erklären, wie sie ihr Aussehen, die Farbe ihrer Haut und die Form ihres Körpers einer Schlange angleichen wollte, nehmen aber an, sie habe es irgendwie geschafft. Doch sie hat für solch eine Veränderung nur wenig Zeit. Sie verbringt nur einen sehr kurzen Teil ihres Lebens als Raupe, danach wandelt sie sich in einen Schmetterling um und fliegt davon.

Bei der Veränderung ihres Körpers ist es sehr wichtig, dass nichts fehlt. Denn für die "Erprobung" ihres neuen Hinterleibs bleibt ihr nur ein einziger Versuch. Wenn der fehlschlägt und sie es nicht schafft, ihren Feind zu täuschen, verliert sie ihr Leben. Natürlich muss sie während ihrer "Umbauarbeiten" ihr "normales" Leben fortführen. Wenn sie dennoch Glück hat und kein Opfer ihrer Feinde wird, schafft sie es, alle Schwierigkeiten zu überwinden und ihrem Hinterleib das Aussehen einer Schlange zu geben.


Dieses Tier, das wie eine furchterregende Schlange aussieht, ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine nur wenige Zentimeter große Raupe...

Szenario 2: Bäume, Blumen, Insekten, Himmel, Was-ser, Regen, Sonne etc., alle Kräfte der Welt also vereinigten ihre Kräfte und begründeten ein System. In diesem System gaben sie auch der Raupe ihren neuen Hinterleib!

Szenario 3: Der Zufall hat der Raupe einen einer Schlange ähnelnden Hinterleib verliehen, wie er auch allen anderen Lebewesen ihre sonstigen Eigenschaf-ten gibt.

Mann muss nicht sehr klug sein, zu erkennen, dass diese grundsätzlich der Evolutionstheorie angelehnten Szenarien unsinnig sind! Weder ist die Raupe ein intelligenter Beobachter oder Designer, noch existiert auf der Welt ein System, das planerische oder schöpferische Fähigkeiten besitzt. Weder kann ein Lebewesen nach Belieben ausgefeilte Besonderheiten annehmen oder sich selbst verändern und sich in ein neues Lebewesen umwandeln, noch existiert solch ein Mechanismus. (Dieses Thema wird im Teil "Der Evolutionsschwindel" detaillierter beschrieben.)

Eigentlich wissen auch die, die die Natur als eine hochbegabte Maschinerie ansehen und Erklärungen wie: "die Natur hat es hervorgebracht", "Naturwun-der", "Mutter Natur" usw. verwenden, sehr genau, dass das, was sie als "Natur" benennen, aus nichts anderem als Luft, Wasser, Erde, Tiere und Pflanzen besteht, anders gesagt, die Welt und das Sonnen-system, in dem sie sich befinden, bilden die Natur. Wenn man diesen Menschen sagte, dass die "Welt" alle Lebewesen, alle Schönheiten erschaffen hätte, oder dass es sich dabei um "Werke der Erde" handele, würden sie darüber wohl nur lachen. Trotzdem hat die mit den Begriffen "Natur" und "Urkraft" gespickte weit verbreitete Propaganda es beinahe geschafft, dass die Natur als eine bewusste Kraft angenommen wird.

Allah ist der Schöpfer aller Dinge, und Er ist aller Dinge Erhalter. (Sure az-Zumar: 62)

In diesem Abschnitt des Buches werden wir die Ver-teidigungssysteme mancher Lebewesen in der Natur erforschen. Dabei ist der wichtigste Punkt, dass die Natur auf dem Gleichgewicht des Verhältnisses zwischen Jäger und Gejagten basiert.

Dieses Verhältnis ist auf einem derart empfindlichen Gleichgewicht aufgebaut, dass seit Millionen von Jahren verschiedene Lebewesen andere Lebewesen fressen, aber dennoch diese Tierarten nicht aussterben. Wenn im Kreis-lauf des Fressens und des Gefressenwerdens eine wichtige Art ausgerottet würde, würde eine große Unausgegli-chenheit entstehen. Wenn zum Beispiel die Ameisenfre-sser ausgerottet würden, würden sich die Ameisen in kürzester Zeit über große Gebiete ausbreiten.

Wenn der schadhafte Eingriff des Menschen in das Gleichgewicht der Natur nicht erfolgt, läuft der Kreislauf des Fressens und Gefressenwerdens in großer Harmonie weiter. Die wichtigsten Systeme, die für den Fortbestand des Gleichgewichts sorgen, sind die Jagd- und Verteidi-gungssysteme der Lebewesen. Auf den vorherigen Seiten haben wir Lebewesen gesehen, die mit sehr eigenartigen Jagdsystemen ausgestattet sind und damit ihren Fortbe-stand sichern. Doch wenn es in der Natur nur Arten gäbe, die über angreifende Systeme verfügen, würden diese die Futterkandidaten bildenden Lebewesen übermäßig dezimieren, und zur Ursache der Ausrottung dieser Arten werden. Wenn diese Lebewesen verschwänden, würden auch die Tiere, die sich von ihnen ernähren verhungern und so würde die Natur ins Verderben geraten.

Auch dieses Problem wurde in der von Allah begründeten großen Harmonie gelöst. Denn wo die jagenden Tiere mit hervorragenden Systemen ausgestattet sind, sind auch die als Futter betrachteten Tiere mit ausgezeichneten Vertei-digungssystemen ausgestattet. Diese beiderseitigen Bega-bungen gleichen sich aus und sie geben dem Menschen die Möglichkeit, wenn auch nur begrenzt, Allahs ewige Kraft, seinen Verstand und seine Weisheit kennenzulernen.

Um sich verteidigen zu können, wird jedes Lebewe-sen mit verschiedenen Begabungen erschaffen. Manche sind sehr schnell und flink, können sich retten in dem sie weglaufen. Manche können sich nicht so schnell fortbewegen, sind jedoch mit stabilen Panzern ausgerüstet. Andere besitzen wie die Raupe eine hervorragende Abschreckungseigenschaft. Weitere sind giftig oder versprühen Gase mit fürchterlichem Geruch, der Feinde abweist. Noch andere wurden mit der Begabung sich tot zu stellen erschaffen. Es existieren auch solche, deren Körper auf ungewöhnliche Weise gut getarnt ist.

SICH TOT ODER VERLETZT STELLENDE TIERE

Mit wenigen Ausnahmen bevorzugen Raubtiere lebende Beute. Aasfleisch ist nicht beliebt. Genau diese Neigung bildet die Grundlage der Verteidigung mancher Tiere.Der Amerikanische Bärenspinner stellt sich tot. Er benutzt noch einen weiteren Trick. Wenn er sich auf die Seite fallen lässt, kann der Feind den orangefarbenen Fleck an seinem Körper sehen. Die leuchtende Farbe signalisiert dem Feind, dass dieses Insekt ganz scheußlich schmeckt. Ohne Zweifel besitzt der Bärenspin-ner keinen Verstand, um sich solch einen "Trick" auszudenken, noch besitzt er die Begabung, seinen Körper so zu verfärben, dass diese Farbe ein Zeichen scheußlichen Geschmacks darstellt. Er wurde bereits mit dieser interessanten Besonderheit erschaffen.Der Regenpfeifer ist ein Vogel, der so tut, als wäre er verletzt, um den Feind von seinen Jungen abzulenken. Er zieht einen Flügel nach, als wäre er gebrochen. Der Angreifer verfolgt ihn, denn ein verletzter Vogel ist leicht zu fangen. Hat der Regenpfeifer den Feind weit genug von seiner Brut weggelockt, fliegt er wieder zu seinen Jungen zurück.

Auf den folgenden Seiten werden wir von diesen Ver-teidigungssystemen einige wenige faszinierende und überraschende Beispiele sehen. Es existieren jedoch tausende weiterer Lebewesen, ausgestattet mit sehr interessanten Systemen, die wir hier nicht erwähnen können und viele andere, die von der Menschheit überhaupt noch nicht entdeckt wurden. All diese Systeme zeigen uns, dass in dem von Allah geschaffenem Universum kein einziger Wider-spruch, noch etwas Unpassendes existiert und dass Seine Kraft, Sein Verstand und Seine Kenntnis ewig sind, wie es in der Sure al-Mulk erläutert ist:

Der sieben Himmel erschaffen hat, einen über dem anderen. Du erblickst in der Schöpfung des Erbarmers kein Missverhältnis. So schau dich vom neuem um, ob du Mängel siehst! Dann lass den Blick ein weiteres Mal schweifen - jedes Mal wird dein Blick stumpf und matt zu dir zurückkehren. (Sure al-Mulk: 3-4)

CHEMISCHE WAFFEN

Manche Lebewesen können sehr komplizierte chemische Zusammensetzungen ganz einfach produzieren. Für deren Herstellung werden hoch entwickelte Technologien benötigt, dennoch erzeugen sie sie in ihrem eigenen Körper. Hier sehen wir einige von ihnen:

Bombardierkäfer

Das Tier im Foto auf der nächsten Seite wird "Bombardierkäfer" genannt. Die Verteidigung dieses Käfers ähnelt nicht der anderer Tiere. Am Körperende des Bombardierkäfers liegen besondere Drüsen. In jeder dieser Drüsen befinden sich zwei kleine Kammern. In der innen liegenden Drüsenkammer befinden sich die beiden Chemikalien Hydrochinon, Wasserstoffperoxyd und einige weitere Chemikalien, die ihre Reaktionsfähigkeit hemmen. In der äußeren Kammer befinden sich Enzyme, die die Reaktion hervorrufen. Bei Gefahr leitet das Insekt die Chemikalien der inneren Kammer in die äußere Kammer. Bei der Vermischung der Substanzen kommt es zu einer explosiven Reaktion und aggressives Chinon wird in einer heißen Gaswolke mit hoher Geschwindigkeit hinausgespritzt. Jeder Angreifer flieht vor dieser furchtbaren Waffe des Bombardierkäfers.

DIE SÄUREHALTIGE VERTEIDIGUNG DER ROTKOPFRAUPE

Die Rotkopfraupe, die ein ähnliches Verteidigungssystem wie der Bombardierkäfer besitzt, sprüht auf ihre Angreifer eine Säure, die sie in ihrem eigenen Körper produziert. Natürlich ist auch sie genauso wie der Bombardierkäfer kein eigenartiger Chemiker, magischer Biologe oder wunderlicher Designer, sondern ein erschaffenes "Zeichen" das ein Beispiel der Existenz und der Kraft Allahs bildet.

DIE STINKBOMBEN DER WANZE UND DES STINKTIERS
Die einzige Besonderheit der chemischen Flüssigkeit, die das Stinktier auf seinen Feind sprüht, ist, dass sie abscheulich riecht. Dieser üble und dauerhafte Geruch ist für die Verteidigung gegen seine Feinde völlig ausreichend. Die Wanze ist ein weiteres Lebewesen, das mit dem gleichen Verteidigungssystem erschaffen ist.

Bei der Suche nach der Antwort der Frage, "Wie entstand dieser sehr komplizierte Verteidigungsmechanismus?", sehen wir, dass die "selbstständige" Entwicklung solch eines Mechanismus' unmöglich ist.

Wie kann ein Insekt die Formel zweier verschiedener Chemikalien kennen, die bei einer Vermischung explodieren? Nehmen wir einmal an, es kenne sie, wie kann es diese Chemikalien in seinem eigenen Körper produzieren und sammeln? Wenn es dennoch all dieses erfolgreich umsetzt, wie kann es die Formel eines Katalysators, der die Reaktion beschleunigt, berechnen und danach diesen Katalysator der Mischung hinzufügen? Nach alldem muss es die Wände der Mischkammer und des Kanals durch den die Mischung herausgesprüht wird, mit einer unbrennbaren Legierung isolieren!


Ein hervorragender Experte für chemische Waffen
Dieses außerordentliche Verteidigungs-system des Insekts kann nicht durch reinen Zufall entstanden sein. Chemikalien, die beim Vermischen explodieren, werden in getrennten Kammern aufbewahrt und erst im Moment der Verteidigung miteinander gemischt. Es ist eindeutig, das wir hier einen meisterhaften Bauplan vor uns haben, der umfangsreiches chemisches Wissen erfordert. Mit anderen Worten: Dieses System kann nur das Produkt einer Schöpfung sein.

Es ist natürlich total unsinnig anzunehmen, dass das Insekt ein hervorragender Experte für chemische Waffen sei, ein wunderbarer Designer, der die Begabung hat, seinen eigenen Körper für diese Reaktionen umzuwandeln und einzustellen. Es ist ganz klar, dass der Käfer dieses Verfahren nur aus einem Reflex heraus durchführt. Nirgendwo in der Natur existiert ein Geschöpf mit solch einer Kraft und einem solchen Intellekt. Auch der Mensch kann kein solches Lebewesen hervorbringen.

Doch lassen wir das Erschaffen dergleichen komplexer Lebewesen beiseite. Dem Wissenschaftler ist es bis heute nicht möglich, auch nur die einfachste Grundlage des Lebens, das Protein künstlich zu erzeugen, obwohl genügend Beispiele vorhanden sind.

Es ist offensichtlich, dass der Bombardierkäfer von einer hochrangige Kenntnis und Kraft besitzenden Exis-tenz, nämlich von Allah, erschaffen wurde. Wie vieles Andere ist auch der Bombardierkäfer ein Beispiel Seiner ewigen Kraft und unvergleichlichen Schöpfung.

Der gefährliche Aspidontus Fisch nutzt seine Ähnlichkeit mit dem Putzerfisch aus (im rechten Foto kann man beide untereinander sehen). Er nähert sich den Fischen, die gesäubert werden wollen, und reißt Teile von deren Flossen und Haut ab.

Der auf dem kleinen Foto abgebildete Schmetter-ling namens Viceroy (Limenitis archippus), ist für Vögel eigentlich sehr schmackhaft. Jedoch wurde diese Schmet-terlingsart mit einem ähnlichen Aussehen wie die übel schmeckenden Monarch-schmetterlinge erschaffen, die aufgrund ihres Geschmacks von den Vögeln verschmäht werden. Dadurch werden sie großenteils von den Vögeln verschont.

DIE VORTEILE DER AHNLICHKEIT

Das rechte Foto zeigt eine Wespe, das untere Foto eine Fliege. Wegen dieser Ähnlichkeit denken die Feinde der Fliege, dass sie eine Wespe vor sich hätten und fürchten sich deshalb, sich ihr zu nähern. Neben der Ähnlichkeit des Aussehens der Fliege schwirrt sie auch wie eine Wespe. Außerdem ahmt diese Fliege im Falle eines Angriffes die Angriffspose der Wespe nach, indem sie ihre Flügel nach oben stellt und ihren Körper nach vorne beugt, als könne sie stechen.


Es ist sehr schwer, die Gottesanbeterin von der Orchidee zu unterscheiden, auf der sie sitzt.

PANZER UND STACHELN

Das Schuppentier sieht aus wie ein Tannenzapfen. Sein ganzer Körper ist mit harten Schuppen versehen. Wenn es sich zu einer Kugel zusammenrollt, stellen sich die Schuppen auf. Kein Tier kann diesen Panzer mit seinen messerscharfen Schuppenkanten knacken.



 



TARNUNG

Durch einen in höchstem Grade anpassungsfähigen Körperbau und durch ihr Aussehen sind viele Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum geschützt. Die Tarnungsmerkmale, die Allah diesen Tieren gibt, stehen mit ihrer Umgebung derart in Einklang, dass man auf den Fotos fast nicht unterscheiden kann, ob es sich dabei um eine Pflanze oder ein Tier handelt.

IST DAS EIN GETROCKNETES BLATT ODER EIN SCHMETTERLING?

Auf den ersten Blick sieht man getrocknete Blätter, obwohl es sich eigentlich um Schmetterlinge handelt. Die blätterähnlichen Flügel, die sehr viele Details wie Blattadern, verfaulte Stellen und Farbabstimmungen auf sich tragen, sorgen für einen ausgezeichneten Schutz für den Schmetterling.

Man kann diese erstaunliche Ähnlichkeit des Schmetterlings mit einem Blatt inklusive Adern und getrocknete Teile weder ignorieren, noch als Zufall abtun. Genauso unsinnig ist es anzunehmen, dass der Schmetterling sich selbstständig "blattähnlich" gestaltet hat.



Ein anderes Beispiel der Tarnung: Frösche mit einer Hautfarbe, die sich in keiner Weise vom Muster des Baumstamms unterscheidet.


Es ist sehr schwierig, diese Schlangen zwischen den Blättern wahrzunehmen.





Die Farbveränderung entsprechend der Jahres-zeiten geschieht offensichtlich mit Verstand und nach einem Plan.

Das Tier kann das alles nicht selbst berechnen und kontrollieren. Ohne Zweifel hat der Schöpfer des Tieres es ihn mit solch einem Schutzsystem ausgestattet.

FELL, DAS JE NACH JAHRESZEIT UND ERDBODEN SEINE FARBE WECHSELT

Das gemeinsame Merkmal von dem Vogel und dem Hasen auf den Fotos ist, dass sie je nach Jahreszeit ihre Farbe verändern. Diese Tiere tragen im Winter vollkommen weiße Kleider, wenn der Frühling kommt, "ziehen sie sich um" und passen ihr Aussehen der Farbe der Erde und der Pflanzendecke an.

Die Anpassung der Farbe an die Umgebung geschieht dank sehr komplizierter Mecha-nismen im Körper des Tieres. Diese Mechanismen können wir mit der Menschenhaut vergleichen, die unter der Sonne braun wird. Solch ein ähnlicher Mechanismus begründet die Farbveränderungen des Fells und der Federn der Tiere. Genauso wie wir nicht verhindern können - es sei denn durch besondere Schutzmethoden - dass unsere Haut unter der Sonne bräunt, besitzen auch die Tiere keine Kontrolle für diese Veränderungen in ihrem Körper. Das Wichtigste hier ist, dass diese Pelz- und Federveränderungen für das Tier einen effizienten Schutzmechanismus bilden. In den verschneiten Wintertagen sorgen weiße, in anderen Jahreszeiten erdfarbene Federn und Fell für eine hervorragende Tarnung.


DIE PRIORITÄT DER ROTEN FARBE

Die Verteidigung mancher Tiere hängt von der abschreckenden roten Farbe ab. Zum Beispiel hebt die Rinden-Laubheuschrecke bei Gefahr die Flügel um das Rot auf ihrem Rücken zu zeigen, der Krebs streckt die roten Teile seiner Scheren vor. Die Besonderheit dabei ist, dass das Rot auf dem Körper des Tieres normalerweise nicht sichtbar ist, sich aber an einer Stelle befindet, die bei Gefahr sehr leicht gezeigt werden kann. Hiermit wird die notwendige "Ab-schreckung" des Angreifers erreicht.


FALSCHE AUGEN

Ein anderes erstaunliches Verteidigungssystem sind die "falschen Augen". Sie sind so überzeugend, dass die Angreifer ein viel größeres Tier vor sich zu haben glauben und deswegen fliehen. Die Tiere selbst sind sich dieser Besonderheit nicht bewusst.

 
Diese Webseite basiert auf den Arbeiten von ADEM YAKUP.