Das Tier auf der rechten Seite ist keine Schlange,
sondern eine kleine Raupe. Ja richtig, nur eine kleine Raupe.
Durch ihr Aussehen, das einer Schlange gleicht, schützt sie sich
vor ihren Feinden. Wenn dieses kleine Lebewesen in Gefahr ist,
biegt es sich weit zurück und pumpt seinen Hinterleib auf. Es
sieht dann genau wie eine furchterregende Giftschlange aus...
Natürlich hat der erschrockene Feind nur noch die Möglichkeit
zu fliehen und sich vor der vermeintlichen Schlange zu retten...
Der Hinterleib der Raupe sieht einer Schlange dermaßen
ähnlich, dass sogar in den dunklen Flecken, die das Schlan-genauge
nachahmen sollen, der Glanz des Auges nicht fehlt. Die Raupe,
die sich nur sehr langsam bewegen kann und damit normalerweise
für ihre Feinde eine leichte Beute wäre, schafft es durch diese
wunderbare Besonderheit ihres Körpers, sich vor vielen Gefahren
zu schützen.
Wie aber hat die Raupe diese Eigenschaft gewonnen?
Solch ein erstaunliches Design, bedarf einer hinreichenden Erklärung.
Betrachten wir die möglichen Antworten auf diese Frage:
Szenario 1: Eine Raupe, die vor
Jahren eine Lösung suchte, um sich vor ihren Feinden schützen
zu können, fing an, ihre Umgebung vorsichtig zu beobachten. Eines
Tages bemerkte sie, dass alle ihre Gegner sich vor Schlan-gen
fürchten. Sie sah ihren Körper an und entschied sich, sich einer
Schlange anzugleichen. Wir können zwar nicht erklären, wie sie
ihr Aussehen, die Farbe ihrer Haut und die Form ihres Körpers
einer Schlange angleichen wollte, nehmen aber an, sie habe es
irgendwie geschafft. Doch sie hat für solch eine Veränderung nur
wenig Zeit. Sie verbringt nur einen sehr kurzen Teil ihres Lebens
als Raupe, danach wandelt sie sich in einen Schmetterling um und
fliegt davon.
Bei der Veränderung ihres Körpers ist es sehr wichtig,
dass nichts fehlt. Denn für die "Erprobung" ihres neuen Hinterleibs
bleibt ihr nur ein einziger Versuch. Wenn der fehlschlägt und
sie es nicht schafft, ihren Feind zu täuschen, verliert sie ihr
Leben. Natürlich muss sie während ihrer "Umbauarbeiten" ihr "normales"
Leben fortführen. Wenn sie dennoch Glück hat und kein Opfer ihrer
Feinde wird, schafft sie es, alle Schwierigkeiten zu überwinden
und ihrem Hinterleib das Aussehen einer Schlange zu geben.
Dieses Tier, das wie eine furchterregende
Schlange aussieht, ist in Wirklichkeit nichts anderes als
eine nur wenige Zentimeter große Raupe...
Szenario 2: Bäume, Blumen, Insekten,
Himmel, Was-ser, Regen, Sonne etc., alle Kräfte der Welt also
vereinigten ihre Kräfte und begründeten ein System. In diesem
System gaben sie auch der Raupe ihren neuen Hinterleib!
Szenario 3: Der Zufall hat der Raupe
einen einer Schlange ähnelnden Hinterleib verliehen, wie er auch
allen anderen Lebewesen ihre sonstigen Eigenschaf-ten gibt.
Mann muss nicht sehr klug sein, zu erkennen, dass
diese grundsätzlich der Evolutionstheorie angelehnten Szenarien
unsinnig sind! Weder ist die Raupe ein intelligenter Beobachter
oder Designer, noch existiert auf der Welt ein System, das planerische
oder schöpferische Fähigkeiten besitzt. Weder kann ein Lebewesen
nach Belieben ausgefeilte Besonderheiten annehmen oder sich selbst
verändern und sich in ein neues Lebewesen umwandeln, noch existiert
solch ein Mechanismus. (Dieses Thema wird im Teil "Der Evolutionsschwindel"
detaillierter beschrieben.)
Eigentlich wissen auch die, die die Natur als eine
hochbegabte Maschinerie ansehen und Erklärungen wie: "die Natur
hat es hervorgebracht", "Naturwun-der", "Mutter Natur" usw. verwenden,
sehr genau, dass das, was sie als "Natur" benennen, aus nichts
anderem als Luft, Wasser, Erde, Tiere und Pflanzen besteht, anders
gesagt, die Welt und das Sonnen-system, in dem sie sich befinden,
bilden die Natur. Wenn man diesen Menschen sagte, dass die "Welt"
alle Lebewesen, alle Schönheiten erschaffen hätte, oder dass es
sich dabei um "Werke der Erde" handele, würden sie darüber wohl
nur lachen. Trotzdem hat die mit den Begriffen "Natur" und "Urkraft"
gespickte weit verbreitete Propaganda es beinahe geschafft, dass
die Natur als eine bewusste Kraft angenommen wird.
Allah ist der Schöpfer aller Dinge, und
Er ist aller Dinge Erhalter. (Sure az-Zumar: 62)
In diesem Abschnitt des Buches werden wir die Ver-teidigungssysteme
mancher Lebewesen in der Natur erforschen. Dabei ist der wichtigste
Punkt, dass die Natur auf dem Gleichgewicht des Verhältnisses
zwischen Jäger und Gejagten basiert.
Dieses Verhältnis ist auf einem derart empfindlichen
Gleichgewicht aufgebaut, dass seit Millionen von Jahren verschiedene
Lebewesen andere Lebewesen fressen, aber dennoch diese Tierarten
nicht aussterben. Wenn im Kreis-lauf des Fressens und des Gefressenwerdens
eine wichtige Art ausgerottet würde, würde eine große Unausgegli-chenheit
entstehen. Wenn zum Beispiel die Ameisenfre-sser ausgerottet würden,
würden sich die Ameisen in kürzester Zeit über große Gebiete ausbreiten.
Wenn der schadhafte Eingriff des Menschen in das
Gleichgewicht der Natur nicht erfolgt, läuft der Kreislauf des
Fressens und Gefressenwerdens in großer Harmonie weiter. Die wichtigsten
Systeme, die für den Fortbestand des Gleichgewichts sorgen, sind
die Jagd- und Verteidi-gungssysteme der Lebewesen. Auf den vorherigen
Seiten haben wir Lebewesen gesehen, die mit sehr eigenartigen
Jagdsystemen ausgestattet sind und damit ihren Fortbe-stand sichern.
Doch wenn es in der Natur nur Arten gäbe, die über angreifende
Systeme verfügen, würden diese die Futterkandidaten bildenden
Lebewesen übermäßig dezimieren, und zur Ursache der Ausrottung
dieser Arten werden. Wenn diese Lebewesen verschwänden, würden
auch die Tiere, die sich von ihnen ernähren verhungern und so
würde die Natur ins Verderben geraten.
Auch dieses Problem wurde in der von Allah begründeten
großen Harmonie gelöst. Denn wo die jagenden Tiere mit hervorragenden
Systemen ausgestattet sind, sind auch die als Futter betrachteten
Tiere mit ausgezeichneten Vertei-digungssystemen ausgestattet.
Diese beiderseitigen Bega-bungen gleichen sich aus und sie geben
dem Menschen die Möglichkeit, wenn auch nur begrenzt, Allahs ewige
Kraft, seinen Verstand und seine Weisheit kennenzulernen.
Um sich verteidigen zu können, wird jedes Lebewe-sen
mit verschiedenen Begabungen erschaffen. Manche sind sehr schnell
und flink, können sich retten in dem sie weglaufen. Manche können
sich nicht so schnell fortbewegen, sind jedoch mit stabilen Panzern
ausgerüstet. Andere besitzen wie die Raupe eine hervorragende
Abschreckungseigenschaft. Weitere sind giftig oder versprühen
Gase mit fürchterlichem Geruch, der Feinde abweist. Noch andere
wurden mit der Begabung sich tot zu stellen erschaffen. Es existieren
auch solche, deren Körper auf ungewöhnliche Weise gut getarnt
ist.
SICH TOT ODER VERLETZT STELLENDE TIERE
Mit
wenigen Ausnahmen bevorzugen Raubtiere lebende Beute. Aasfleisch
ist nicht beliebt. Genau diese Neigung bildet die Grundlage
der Verteidigung mancher Tiere.Der Amerikanische Bärenspinner
stellt sich tot. Er benutzt noch einen weiteren Trick. Wenn
er sich auf die Seite fallen lässt, kann der Feind den orangefarbenen
Fleck an seinem Körper sehen. Die leuchtende Farbe signalisiert
dem Feind, dass dieses Insekt ganz scheußlich schmeckt.
Ohne Zweifel besitzt der Bärenspin-ner keinen Verstand,
um sich solch einen "Trick" auszudenken, noch besitzt er
die Begabung, seinen Körper so zu verfärben, dass diese
Farbe ein Zeichen scheußlichen Geschmacks darstellt. Er
wurde bereits mit dieser interessanten Besonderheit erschaffen.Der
Regenpfeifer ist ein Vogel, der so tut, als wäre er verletzt,
um den Feind von seinen Jungen abzulenken. Er zieht einen
Flügel nach, als wäre er gebrochen. Der Angreifer verfolgt
ihn, denn ein verletzter Vogel ist leicht zu fangen. Hat
der Regenpfeifer den Feind weit genug von seiner Brut weggelockt,
fliegt er wieder zu seinen Jungen zurück.
Auf den folgenden Seiten werden wir von diesen Ver-teidigungssystemen
einige wenige faszinierende und überraschende Beispiele sehen.
Es existieren jedoch tausende weiterer Lebewesen, ausgestattet
mit sehr interessanten Systemen, die wir hier nicht erwähnen können
und viele andere, die von der Menschheit überhaupt noch nicht
entdeckt wurden. All diese Systeme zeigen uns, dass in dem von
Allah geschaffenem Universum kein einziger Wider-spruch, noch
etwas Unpassendes existiert und dass Seine Kraft, Sein Verstand
und Seine Kenntnis ewig sind, wie es in der Sure al-Mulk erläutert
ist:
Der sieben Himmel erschaffen
hat, einen über dem anderen. Du erblickst in der Schöpfung des
Erbarmers kein Missverhältnis. So schau dich vom neuem um, ob
du Mängel siehst! Dann lass den Blick ein weiteres Mal schweifen
- jedes Mal wird dein Blick stumpf und matt zu dir zurückkehren.
(Sure al-Mulk: 3-4)
CHEMISCHE WAFFEN
Manche Lebewesen können sehr komplizierte chemische
Zusammensetzungen ganz einfach produzieren. Für deren Herstellung
werden hoch entwickelte Technologien benötigt, dennoch erzeugen
sie sie in ihrem eigenen Körper. Hier sehen wir einige von ihnen:
Bombardierkäfer
Das Tier im Foto auf der nächsten Seite wird "Bombardierkäfer"
genannt. Die Verteidigung dieses Käfers ähnelt nicht der anderer
Tiere. Am Körperende des Bombardierkäfers liegen besondere Drüsen.
In jeder dieser Drüsen befinden sich zwei kleine Kammern. In der
innen liegenden Drüsenkammer befinden sich die beiden Chemikalien
Hydrochinon, Wasserstoffperoxyd und einige weitere Chemikalien,
die ihre Reaktionsfähigkeit hemmen. In der äußeren Kammer befinden
sich Enzyme, die die Reaktion hervorrufen. Bei Gefahr leitet das
Insekt die Chemikalien der inneren Kammer in die äußere Kammer.
Bei der Vermischung der Substanzen kommt es zu einer explosiven
Reaktion und aggressives Chinon wird in einer heißen Gaswolke
mit hoher Geschwindigkeit hinausgespritzt. Jeder Angreifer flieht
vor dieser furchtbaren Waffe des Bombardierkäfers.
DIE SÄUREHALTIGE VERTEIDIGUNG
DER ROTKOPFRAUPE
Die Rotkopfraupe, die ein ähnliches Verteidigungssystem
wie der Bombardierkäfer besitzt, sprüht auf ihre Angreifer
eine Säure, die sie in ihrem eigenen Körper produziert.
Natürlich ist auch sie genauso wie der Bombardierkäfer kein
eigenartiger Chemiker, magischer Biologe oder wunderlicher
Designer, sondern ein erschaffenes "Zeichen" das ein Beispiel
der Existenz und der Kraft Allahs bildet.
DIE
STINKBOMBEN DER WANZE UND DES STINKTIERS
Die einzige Besonderheit der chemischen Flüssigkeit, die
das Stinktier auf seinen Feind sprüht, ist, dass sie abscheulich
riecht. Dieser üble und dauerhafte Geruch ist für die Verteidigung
gegen seine Feinde völlig ausreichend. Die Wanze ist ein
weiteres Lebewesen, das mit dem gleichen Verteidigungssystem
erschaffen ist.
Bei der Suche nach der Antwort der Frage, "Wie entstand
dieser sehr komplizierte Verteidigungsmechanismus?", sehen wir,
dass die "selbstständige" Entwicklung solch eines Mechanismus'
unmöglich ist.
Wie kann ein Insekt die Formel zweier verschiedener
Chemikalien kennen, die bei einer Vermischung explodieren? Nehmen
wir einmal an, es kenne sie, wie kann es diese Chemikalien in
seinem eigenen Körper produzieren und sammeln? Wenn es dennoch
all dieses erfolgreich umsetzt, wie kann es die Formel eines Katalysators,
der die Reaktion beschleunigt, berechnen und danach diesen Katalysator
der Mischung hinzufügen? Nach alldem muss es die Wände der Mischkammer
und des Kanals durch den die Mischung herausgesprüht wird, mit
einer unbrennbaren Legierung isolieren!
Ein hervorragender Experte für
chemische Waffen
Dieses außerordentliche Verteidigungs-system des Insekts
kann nicht durch reinen Zufall entstanden sein. Chemikalien,
die beim Vermischen explodieren, werden in getrennten Kammern
aufbewahrt und erst im Moment der Verteidigung miteinander
gemischt. Es ist eindeutig, das wir hier einen meisterhaften
Bauplan vor uns haben, der umfangsreiches chemisches Wissen
erfordert. Mit anderen Worten: Dieses System kann nur das
Produkt einer Schöpfung sein.
Es ist natürlich total unsinnig anzunehmen, dass
das Insekt ein hervorragender Experte für chemische Waffen sei,
ein wunderbarer Designer, der die Begabung hat, seinen eigenen
Körper für diese Reaktionen umzuwandeln und einzustellen. Es ist
ganz klar, dass der Käfer dieses Verfahren nur aus einem Reflex
heraus durchführt. Nirgendwo in der Natur existiert ein Geschöpf
mit solch einer Kraft und einem solchen Intellekt. Auch der Mensch
kann kein solches Lebewesen hervorbringen.
Doch lassen wir das Erschaffen dergleichen komplexer
Lebewesen beiseite. Dem Wissenschaftler ist es bis heute nicht
möglich, auch nur die einfachste Grundlage des Lebens, das Protein
künstlich zu erzeugen, obwohl genügend Beispiele vorhanden sind.
Es ist offensichtlich, dass der Bombardierkäfer von
einer hochrangige Kenntnis und Kraft besitzenden Exis-tenz, nämlich
von Allah, erschaffen wurde. Wie vieles Andere ist auch der Bombardierkäfer
ein Beispiel Seiner ewigen Kraft und unvergleichlichen Schöpfung.
Der gefährliche Aspidontus Fisch nutzt
seine Ähnlichkeit mit dem Putzerfisch aus (im rechten Foto
kann man beide untereinander sehen). Er nähert sich den
Fischen, die gesäubert werden wollen, und reißt Teile von
deren Flossen und Haut ab.
Der
auf dem kleinen Foto abgebildete Schmetter-ling namens Viceroy
(Limenitis archippus), ist für Vögel eigentlich sehr schmackhaft.
Jedoch wurde diese Schmet-terlingsart mit einem ähnlichen
Aussehen wie die übel schmeckenden Monarch-schmetterlinge
erschaffen, die aufgrund ihres Geschmacks von den Vögeln
verschmäht werden. Dadurch werden sie großenteils von den
Vögeln verschont.
DIE VORTEILE
DER AHNLICHKEIT
Das rechte Foto zeigt eine Wespe,
das untere Foto eine Fliege. Wegen dieser Ähnlichkeit denken
die Feinde der Fliege, dass sie eine Wespe vor sich hätten
und fürchten sich deshalb, sich ihr zu nähern. Neben der
Ähnlichkeit des Aussehens der Fliege schwirrt sie auch wie
eine Wespe. Außerdem ahmt diese Fliege im Falle eines Angriffes
die Angriffspose der Wespe nach, indem sie ihre Flügel nach
oben stellt und ihren Körper nach vorne beugt, als könne
sie stechen.
Es ist sehr schwer, die Gottesanbeterin
von der Orchidee zu unterscheiden, auf der sie sitzt.
PANZER UND STACHELN
Das Schuppentier sieht aus wie ein Tannenzapfen. Sein ganzer
Körper ist mit harten Schuppen versehen. Wenn es sich zu
einer Kugel zusammenrollt, stellen sich die Schuppen auf.
Kein Tier kann diesen Panzer mit seinen messerscharfen Schuppenkanten
knacken.
TARNUNG
Durch einen in
höchstem Grade anpassungsfähigen Körperbau und durch ihr
Aussehen sind viele Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum
geschützt. Die Tarnungsmerkmale, die Allah diesen Tieren
gibt, stehen mit ihrer Umgebung derart in Einklang, dass
man auf den Fotos fast nicht unterscheiden kann, ob es sich
dabei um eine Pflanze oder ein Tier handelt.
IST DAS EIN
GETROCKNETES BLATT ODER EIN SCHMETTERLING?
Auf den ersten Blick
sieht man getrocknete Blätter, obwohl es sich eigentlich
um Schmetterlinge handelt. Die blätterähnlichen Flügel,
die sehr viele Details wie Blattadern, verfaulte Stellen
und Farbabstimmungen auf sich tragen, sorgen für einen ausgezeichneten
Schutz für den Schmetterling.
Man kann diese erstaunliche
Ähnlichkeit des Schmetterlings mit einem Blatt inklusive
Adern und getrocknete Teile weder ignorieren, noch als Zufall
abtun. Genauso unsinnig ist es anzunehmen, dass der Schmetterling
sich selbstständig "blattähnlich" gestaltet hat.
Ein anderes Beispiel der Tarnung: Frösche mit einer Hautfarbe,
die sich in keiner Weise vom Muster des Baumstamms unterscheidet.
Es ist sehr schwierig, diese Schlangen zwischen den Blättern
wahrzunehmen.
Die Farbveränderung entsprechend der Jahres-zeiten geschieht
offensichtlich mit Verstand und nach einem Plan.
Das Tier kann das alles
nicht selbst berechnen und kontrollieren. Ohne Zweifel hat
der Schöpfer des Tieres es ihn mit solch einem Schutzsystem
ausgestattet.
FELL,
DAS JE NACH JAHRESZEIT UND ERDBODEN SEINE FARBE WECHSELT
Das
gemeinsame Merkmal von dem Vogel und dem Hasen auf den Fotos
ist, dass sie je nach Jahreszeit ihre Farbe verändern. Diese
Tiere tragen im Winter vollkommen weiße Kleider, wenn der
Frühling kommt, "ziehen sie sich um" und passen ihr Aussehen
der Farbe der Erde und der Pflanzendecke an.
Die
Anpassung der Farbe an die Umgebung geschieht dank sehr
komplizierter Mecha-nismen im Körper des Tieres. Diese Mechanismen
können wir mit der Menschenhaut vergleichen, die unter der
Sonne braun wird. Solch ein ähnlicher Mechanismus begründet
die Farbveränderungen des Fells und der Federn der Tiere.
Genauso wie wir nicht verhindern können - es sei denn durch
besondere Schutzmethoden - dass unsere Haut unter der Sonne
bräunt, besitzen auch die Tiere keine Kontrolle für diese
Veränderungen in ihrem Körper. Das Wichtigste hier ist,
dass diese Pelz- und Federveränderungen für das Tier einen
effizienten Schutzmechanismus bilden. In den verschneiten
Wintertagen sorgen weiße, in anderen Jahreszeiten erdfarbene
Federn und Fell für eine hervorragende Tarnung.
DIE
PRIORITÄT DER ROTEN FARBE
Die Verteidigung mancher
Tiere hängt von der abschreckenden roten Farbe ab. Zum Beispiel
hebt die Rinden-Laubheuschrecke bei Gefahr die Flügel um
das Rot auf ihrem Rücken zu zeigen, der Krebs streckt die
roten Teile seiner Scheren vor. Die Besonderheit dabei ist,
dass das Rot auf dem Körper des Tieres normalerweise nicht
sichtbar ist, sich aber an einer Stelle befindet, die bei
Gefahr sehr leicht gezeigt werden kann. Hiermit wird die
notwendige "Ab-schreckung" des Angreifers erreicht.
FALSCHE AUGEN
Ein anderes erstaunliches
Verteidigungssystem sind die "falschen Augen". Sie sind
so überzeugend, dass die Angreifer ein viel größeres Tier
vor sich zu haben glauben und deswegen fliehen. Die Tiere
selbst sind sich dieser Besonderheit nicht bewusst.
Diese
Webseite basiert auf den Arbeiten von ADEM YAKUP.