Der 6. Vers der Quransure Hud teilt uns mit, dass alle
Lebewesen von Allah versorgt werden, das heißt, dass alle Nahrungsmittel,
die gewährleisten, dass sie weiterleben, von Allah gegeben sind:
Kein Lebewesen gibt es auf Erden, dessen Versorgung
Ihm nicht obläge; und Er kennt seinen Aufenthaltsort und seinen
Ruheplatz. Alles ist klar verzeichnet. (Sure Hud: 6)
Der Mensch kann, wenn er seine Umgebung mit Verstand
und seinem Gewissen betrachtet, ganz offen sehen, wie Allah alle
Lebewesen versorgt. Ausnahmslos sind all unsere Nahrungsmittel und
Getränke hergestellt, erschaffen. Das Wasser, das wir trinken, das
Brot, Gemüse und Obst, das wir essen, sind Ergebnisse einer speziellen
Schöpfung. Denken wir an eine Frucht, zum Beispiel an eine Orange...
Diese Frucht entstand am Ast eines Baums, der eigentlich nichts
anderes ist als ein Stück Holz. Der Baum saugt Wasser und Mineralien
aus der Erde und kombiniert sie mit der Energie, die er von der
Sonne erhält. Als Ergebnis kommt eine sehr geschmackvolle und wohlriechende
Frucht heraus, die nur von Menschen genutzt wird und die für den
menschlichen Körper überaus nützlich ist, und all das in einer sehr
gesunden und ästhetischen Verpackung.
Wie kann der Baum solch ein Produkt herstellen? Warum
ist es für den menschlichen Körper so nützlich? Warum enthalten
alle Früchte genau die benötigten Vitamine, deren Auftreten den
Jahreszeiten in denen sie wachsen angepasst sind? Warum sind sie
so schmackhaft, könnten sie nicht auch scharf sein? Warum sind sie
so wohlriechend, könnten sie nicht auch übelriechend sein?
1. Der Zackenbarsch mit still liegender Rückenflosse.
2. Um die Aufmerk-samkeit der anderen Fische
auf sich zu ziehen, stellt er seine Rückenflosse auf und der
Köder-fisch wird sichtbar.
3. Das von den Rei-zen des Köder-fisches
angelockte Opfer wird von ihm verschlungen.
Gewiss ist es nicht möglich, dass ein Baum selbstständig
eine Frucht produziert oder gar diese Frucht mit für den Menschen
notwendigen Besonderheiten ausstattet. Genauso wie die Menschen
werden auch die Tiere von Allah versorgt. Auf den folgenden Seiten
werden wir die erstaunlichen Jagdtechniken einiger Lebewesen untersuchen,
die sie zur Beschaffung ihrer Nahrung verwenden.
Für einen Menschen, der die biologischen Systeme der
Tiere mit Verstand und Logik auswertet, ist es überhaupt nicht schwer,
die Allmacht Allahs zu verstehen. Jedes Tier, das in diesem Kapitel
erwähnt wird, ist einer der Beweise auf der Erde für die Existenz
Allahs.
Zum Beispiel ist die Jagdtechnik des Fisches, der auf
der folgenden Seite dargestellt ist, ganz erstaunlich. Dieser Fisch
verfolgt weder seine Beute, noch versteckt er sich hinter den Felsen,
um sich auf sie zu stürzen. Auf den ersten Blick kann man keinen
Unterschied zwischen ihm und anderen Fischen sehen. Doch wenn er
seine Rücken-flosse aufstellt, erscheint plötzlich auf seinem Rücken
ein imitierter Köderfisch. Die anderen Fische können den Besitzer
der Flosse nicht bemerken. Sie nähern sich, um den Köderfisch zu
fangen. So werden sie selbst zum Opfer für den Jägerfisch...
Hat dieser Fisch das Bild des Köderfisches auf seiner
Flosse selbständig hergestellt? Oder haben sich Zufälle aneinandergereiht
und dem Fisch solche besonderen Eigenschaften gegeben? Natürlich
ist es nicht sinnvoll, zu behaupten, dass solch ein bewusster Plan
von einem Fisch ausgedacht wurde. Die Besonderheiten verschiedener
Lebewesen führen uns eine einzige Tatsache vor Augen: Die Existenz
des Besitzers eines überlegenen Verstandes und Designs in der Natur,
das Dasein Allahs...
DIE SPRINGSPINNE
Wie bekannt, spinnen die Spinnen ein Netz und warten,
bis sich Beute darin verfängt. Dagegen bevorzugt die Springspinne,
ihr Opfer selbst zu verfolgen. Sie macht einen geschickten Sprung,
um ihre Beute zu erreichen. Sie kann mit ihrem Sprung eine Fliege,
die sich in einer Entfernung von einem halben Meter befindet, in
der Luft fangen.
Sie macht ihren erstaunlichen Sprung mit ihren 8 Beinen,
welche entsprechend des hydraulischen Druckprinzips funktionieren.
Sie stürzt sich plötzlich auf ihre Beute und fasst sie mit ihren
kräftigen Krallen. Diesen Sprung führt sie meistens im Dickicht
dichter Pflanzen aus. Dabei muss die Spinne, um erfolgreich zu sein,
den entsprechenden Winkel errechnen und auch die Geschwindigkeit
und Richtung ihrer Beute beachten.
SIE HAT EINEN RUNDUMBLICK VON
360 GRAD Eine andere und sehr interessante
Eigenschaft der Springspinne ist ihre Sehfähigkeit. Einschließlich
des Menschen können viele Lebewesen mit ihren Augen nur einen
bestimmten Bereich sehen, während sie nicht sehen können,
was sich hinter ihnen befindet. Indessen kann die Springspinne
mit ihren vier Paar speziellen Augen alles sehen, auch ihre
Hinterfront. Zwei von diesen Augen dehnen sich aus der Mitte
des Kopfes in der Form von Röhren nach vorne aus. Diese zwei
großen Augen können sich in ihrer Höhlung horizontal und vertikal
bewegen. Die anderen vier Augen an den Seiten des Kopfes können
die Erscheinung nicht vollständig wahrnehmen, aber sie können
jede Bewegung bemerken. Somit kann das Insekt auch eine Beute
die sich hinter ihm befindet, leicht erkennen.
Es ist noch interessanter, wie sie sich selbst schützt,
nachdem sie ihre Jagdbeute in der Luft gefangen hat. Denn die Spinne
begibt auch sich selbst in Gefahr, wenn sie sich in die Tiefe stürzt,
denn meist springt sie aus der Krone eines Baumes.
Die Fähigkeit der Augen der Spring-spinne,
Objekte voneinander unabhängig zu sehen, lässt sie sie schneller
wahrnehmen. Das dunkle Auge auf den Bildern schaut die Kamera
an, das helle Auge schaut in eine andere Richtung. Warum hat
die Springspinne Acht-Augen und sieht einen Winkel von 360
Grad, während ihre Artverwandten nur zwei Augen besitzen?
Sicherlich hat die Spinne nicht "gedacht", dass acht Augen
für sie noch nützlicher sein könnten und sich danach selber
noch zusätzliche Augen hergestellt. Oder - besser gesagt -
entstanden diese Augen nicht zufällig. Die Spinne wurde mit
all diesen Eigenschaften zusammen erschaffen.
Ein Faden, den sie vor ihrem Sprung absondert und an
den Ast klebt, auf dem sie sich befindet, rettet sie vor dem Absturz
auf den Boden und lässt sie in der Luft baumeln. Dieser Faden ist
so stabil, dass er die Spinne und auch ihre Beute trägt.
Eine weitere interessante Eigenschaft dieser Spinne
ist ihr Gift, das sie in ihr Opfer einspritzt. Dieses Gift verflüssigt
das Gewebe der gefangenen Beute. Denn die Nahrung der Spinne ist
nichts anderes als das verflüssigte Gewebe ihres Opfers.
Zweifellos sind diese Eigenschaften der Spinne keine
dem Zufall zuzuschreibenden Geschenke. Es ist erforderlich, dass
sie die Fähigkeit zum Springen und zur Netzbildung gleichzeitig
hat. Wenn sie nicht springen könnte, würde sie verhungern und sterben.
Wenn sie kein Netz weben könnte, oder wenn ihr Netz nicht fest genug
wäre, würde sie auf den Boden stürzen. Das Insekt muss sowohl eine
Körperstruktur haben, die sie zum Springen befähigt, als auch ein
System, durch das sie einen festen Faden absondert, der sie selbst
und ihre Beute tragen kann.
Außerdem besitzt die Spinne nicht nur die notwendigen
Mechanismen, um Fäden zu spinnen und zu springen, sondern sie ist
ein komplizierter lebender Organismus, welcher all seine Eigenschaften
gleichzeitig besitzen muss. Die Entwicklung keiner dieser Eigenschaften
kann zeitlich versetzt zueinander geschehen sein. Kann man sich
zum Beispiel eine Spinne mit einem unvollständigen Verdau-ungssystem
vorstellen?...
DIE TARNUNGSTECHNNIK
Wenn man gefragt werden würde, was auf dem obigen Bild
zu sehen ist, würde man definitiv sagen, dass es sich um einige
Ameisen auf und unter einem Blatt handele.
Was man jedoch unter dem Blatt sieht, ist eine Springspinne,
die auf der Lauer liegt, um Ameisen zu jagen. Diese Art der Springspinnen
sieht den Ameisen so ähnlich, dass sogar die Ameisen glauben, sie
sei eine von ihnen. Der einzige Unterschied zwischen der Ameise
und der Spinne ist die Zahl ihrer Beine. Die Spinne hat acht Beine,
während die Ameise sechs hat.
Wegen dieses Unterschieds könnte die Spinne leicht
von den Ameisen erkannt werden. Um "diesen Nachteil" zu verdecken,
streckt sie ihre beiden Vorderbeine aus und hebt sie hoch, so dass
die den Fühlern der Ameisen ähneln.
Doch damit hört ihre Tarnung nicht auf. Die Spinne
benötigt auch ein Augenmerkmal, das sie wie eine Ameise erscheinen
lässt. Denn ihre eigenen Augen sind nicht so groß und nicht in der
Form eines dunklen Punktes wie die Augen der Ameisen. Eine Eigenschaft,
die der Spinne durch die Schöpfung verliehen wurde, löst dieses
Problem: Sie besitzt zwei große dunkle Flecken, die genau den Augen
der Ameisen ähneln (siehe Abbildung).
DIE WASSERPISTOLE DES FISCHES Dieser Fisch spritzt Wasser auf Insekten,
die sich auf den zum Wasser hinneigenden Ästen befinden. Der
Schützenfisch schleudert das Insekt vom Blatt, indem er es
mit einem Wassertropfen beschießt. So wird das Insekt eine
leichte Beute für ihn. Bemerkenswert ist, dass der Fisch seinen
Kopf nie aus dem Wasser herausbringt, während er diesen Angriff
macht und dass er unter Wasser die Position des Insekts vollkommen
richtig feststellt. Bekanntermaßen erscheinen wenn man aus
dem Wasser hinausschaut, Objekte außerhalb wegen der Lichtbrechung
an einem anderen Ort als sie tatsächlich sind. Um aus dem
Wasser auf ein Objekt das sich außerhalb befindet, schießen
zu können, muss man demnach wissen, in welchem Winkel sich
das Licht im Wasser bricht und der "Schuss" muss entsprechend
dieser Winkeldifferenz angesetzt werden. Der Schützenfisch
bewältigt dieses Problem gemäß seiner Schöpfung und trifft
sein Ziel jedes Mal.
DIE KLAPPERSCHLANGE
Da
Schlangen ihre Beute beim fressen nicht festhalten können,
schlucken sie sie ungeteilt, also in einem Stück ab. Zumeist
ist die Beute breiter als ihr eigenes Maul. Aus diesem Grund
sind die einzelnen Segmente ihres Schädels, also Oberkiefer
und Unterkiefer nur locker miteinander verbunden. Beim Fressen
kann die Schlange ihre beiden Kieferhälften weit voneinander
trennen, um so auch größere Beutetiere fressen zu können.
Zusätzlich ist der Unterkiefer geteilt und beidseitig getrennt
beweglich. So ist es der Schlange möglich, durch Kaubewegun-gen
die Beute nach hinten in den Rachen zu schieben. Auf den Bildern
links sieht man, wie einfach die Schlange ein Ei frisst, das
viel größer als ihr Kopf ist.
Die Hitze-Detektoren, die sich in den Gesichtshöhlen
an der Vorderseite des Kopfes der Klapperschlange befinden, erkennen
die Infrarot-Strahlen, die durch die Körpertemperatur ihres Opfers
verursacht werden. Diese Wahrnehmung ist so empfindlich, dass die
Schlange einen Temperaturunterschied von 1/300 Grad in ihrer Umge-bung
feststellen kann. Sie kann mit Hilfe ihrer gespaltenen Zunge, die
ihr Geruchsorgan ist, ein Eichhörnchen, das sich bewegungslos in
der Dunkelheit etwa einen halben Meter vor ihr befindet, wahrnehmen.
Nachdem die Schlange den Ort ihrer Beute festgestellt hat, nähert
sie sich bis zu ihrem Angriffsabstand. Dann spannt sie ihren Hals
wie einen Bogen an und stürzt sich mit großer Geschwindigkeit auf
ihre Beute. Dabei schlägt sie ihre Giftzähne, die auf kräftigen
Kiefern sitzen, die sie bei Bedarf bis zu 180 Grad aufsperren kann,
in die Beute. Das ganze geschieht mit einer Geschwindigkeit, die
mit der Geschwindigkeit eines Autos vergleichbar wäre, das in einer
halben Sekunde von 0 auf 90 km/h beschleunigt würde. Die Länge der
Giftzähne, beträgt ungefähr 4 Zentimeter. Sie sind die tödliche
Waffe der Klapperschlange. Das Innere dieser Zähne ist ausgehöhlt
und mit den Giftdrüsen verbunden. Sobald die Schlange beißt, ziehen
sich die Drüsenmuskeln zusammen und pressen das Gift mit großem
Druck durch die Zähne in das Fleisch des Opfers. Das Gift der Schlange
lähmt dessen Zentralnervensystem und führt dadurch zum Tod. Nur
0,028 g des Giftes mancher Schlangen ist so stark, dass es 125.000
Ratten töten könnte. Das Gift wirkt so schnell, dass dem Opfer keine
Zeit verbleibt, der Schlange zu schaden. Anschließend schluckt die
Schlange ihr Opfer mit ihrem hochdehnbaren Maul hinunter.
WIE BEWEGT SIE SICH AUF DEM SAND?
Diese in der Wüste lebende
Schlange kann sich auf dem Sand erstaunlich schnell bewegen.
Sie zieht dazu ihren Brustmuskel stufenartig zusammen und
bewegt so ihren Körper in S-Form.
Zuerst krümmt sie ihren
Körper, hebt ihren Kopf an und hält ihn in der Luft. Während
der Vorgang des Zusam-menziehens, der diese Bewegung gewährleistet,
zu ihrem Schwanz weiterrückt, berührt ihr Kopf nach einem
Schubs nach vorne den Boden. Inzwischen hat diese gewellte
Bewegung den Schwanz der Schlange erreicht. Eine neu beginnende
Welle gewährleistet, dass der Schwanz sich vom Sandboden hebt
und die Höhe des Kopfes der Schlange erreicht. Auf diese Weise
kommt die Schlange vorwärts wobei sie parallele Spuren hinterlässt.
Da
jedermann weiß, dass Schlangen giftig sind, denkt niemand daran,
wie das ganze stattfindet. Indessen ist es ziemlich erstaunlich
und außerordentlich, dass ein Tier eine Technologie besitzt, die
andere Lebewesen durch Gift töten kann. Diejenigen, die hartnäckig
die Existenz Allahs verweigern, können natürlich nicht erklären,
warum die Schlange solch eine bewundernswerte Fähigkeit besitzt.
Denn das Giftsystem im Mund der Schlange ist ein sehr kompliziertes
und hochentwickeltes System. Damit dieses System funktionieren kann,
bedarf es ihrer hohlen speziellen Giftzähne, der sich daran befindlichen
Giftdrüsen und eines starken Giftes, welches geeignet ist, ihre
Gegner sofort zu lähmen. Außerdem muss es einen Reflex geben, der
dieses System beim Biss der Schlange in Gang setzt. Wenn auch nur
ein einziger Teil dieses Systems fehlen würde, würde es nicht funktionieren.
Dann würde die Schlange Opfer des Tieres, welches sie selbst gejagt
hat. Auch die einzigartigen Fähigkeiten der Schlange bei der Wahrnehmung
von Temperaturunterschieden und Gerüchen zeigt uns, was für ein
detailliertes Design wir gegenüberstehen.
DER FEUERFISCH
Nachdem dieser leuchtend
farbige Fisch, kleinere Fische zu Felseneinbuchtungen und
kleinen Höhlen getrieben hat, versperrt er ihnen den Ausweg,
indem er seine Brustflossen wie ein Fischernetz benutzt. Fische,
die versuchen zu fliehen, sehen sich den giftigen Stacheln
des Feuerfischs ausgesetzt. Das sehr starke Gift tötet sein
Opfer unmittelbar.
Hier handelt es sich um eine außergewöhnliche Gabe,
die wir nur als "Wunder" bezeichnen können. Es steht außer Frage,
ob die Natur je ein Wunder schaffen könnte. Natur ist der Name für
die gesamte Ordnung die wir um uns herum sehen. Natürlich ist der
Gründer dieser Ord-nung nicht die Ordnung selbst. Naturgesetze sind
von Allah bestimmte und die Beziehungen zwischen den Geschöpfen
regelnde Gesetze. Die Begriffe richtig bestimmen enthüllt die Wahrheit.
Andererseits ist das Verwirren von Begriffen das charakteristische
Merkmal der Ungläu-bigen. Sie tun das um die Fakten zu verbergen
und die kristallklare Schöpfung zu leugnen.
DER ANGLERFISCH
Wenn dieser Fisch Beute fangen
will, schwenkt die Verlängerung an seinem Kopf wie eine Angelrute
hin und her und wartet auf Beute. Kleinere Fische, die von
dem Köder angelockt werden, der sich für sie wie ein kleiner
Fisch darstellt, werden von dem plötzlich auftauchenden Jäger
gefangen.
Wir wissen, dass der Fisch
nicht fähig ist, an seinem Körper eine Angelrute zu erschaffen.
Wir wissen auch, dass solch ein Organ nicht mit der sinnlosen
Erklärung "es ist zufällig entstanden" abgetan werden kann.
1.Er bringt den Köder für die Fische.
2.Er legt den Köder aufs Wasser und wartet. 3. Die Fische
versammeln sich um den Köder. 4. Er fängt die Fische.
Die Jagdmethode dieses Vogels,
der sich von Fischen ernährt, ist erstaunlich.Zuerst sucht
der Vogel einen Köder für die Fische. Diesen trägt er ans
Ufer, legt ihn aufs Wasser und beginnt zu warten.Wenn sich
die kleinen Fische um den Köder versammeln, um ahnungslos
von diesem Futter zu fressen, fängt der Vogel mit einer schlagartigen
Bewegung seine Opfer.
Das der Tarnung dienende Äußere mancher
Tiere gewährleistet ihnen einen großen Vorteil bei der Jagd.
Es ist nicht möglich, die Schlange auf dem obigen Bild zu
erkennen, wenn sie sich im Sand versteckt. Für die wartende
Schlange ist es leicht, ihre Beute zu fangen, die sich ahnungslos
auf ihrer Nase befindet.
Ein weiteres sich tarnendes Tier ist der Sternen-gucker genannte
Fisch. Er versteckt sich unter dem Meeressand, in dem er sich
vollständig vergräbt. Auf dem Maul des Fisches gibt es eine
gefranste, zahnähnliche Struktur. Er kann mit Hilfe dieses
zahnähnlichen Organs, das man vom Sand nicht unterscheiden
kann, leicht atmen. Er wartet in dieser Lauerstellung bis
sich ein Opfer nähert, dann stürmt er blitzschnell aus dem
Sand und fängt es.
EIN GESCHICKTER JÄGER: DAS CHAMÄLEON
Die Zunge:Die Zunge des Chamäleons
ist in seinem Maul wie ein Akkordeon zusammengefaltet. In
der Mitte seiner Zunge gibt es einen Knorpel, der ein spitzes
Ende hat. Wenn sich die kreisförmigen Muskeln in der Zungenspitze
zusammenziehen, schnellt die Zunge heraus. Die Zunge des Tieres
ist mit einer schleimigen und klebrigen Flüssigkeit bedeckt.
Wenn das Chamäleon sich dem Opfer genügend weit genähert hat,
öffnet es sein Maul und schleudert seine Zunge blitzartig
auf die Beute. Die Länge der klebrigen Zunge erreicht durch
ineinander gefügte Muskeln das 1,5 -fache ihrer Ausgangsgröße.
Die Zeitspanne, in der die Zunge die Beute fängt und sich
in das Maul zurückzieht, beträgt nur eine zehntel Sekunde.
Die Tarnung:Wenn es sich um
Tarnung handelt, ist das Chamäleon wohl das erste Tier an
das man denkt. Es ändert seine Farbe gemäß der Umgebung, in
der es sich befindet. Auf dem linken Bild kann man die Spur
eines auf dem Rücken des Chamäleons kurz belassenen Farnes
erkennen. Es wird angenommen, dass sowohl Veränderungen des
Lichts, als auch der Temperatur eine Rolle bei diesen Reaktionen
spielen. Jedoch ist sich das Tier der Fähigkeit, seine Farbe
zu ändern, was ihm einen großen Vorteil einbringt, nicht bewusst.
Ohne dass das Tier etwas dazu leistet, ist sein Körper so
erschaffen, dass es selbständig die Farbe seiner Umgebung
annimmt.
Dieser ausgezeichnet getarnte Tiger
ist mit seiner Gewandtheit, seinen kräftigen Kiefern, seinen
Krallen, seiner Schnelligkeit und Stärke zum perfekten Jäger
erschaffen. Er schleicht sich bei der Jagd nie in Windrichtung
an. Denn wenn der Wind von hinten weht, trägt er den Geruch
des Tigers zu seiner Beute und er wird bemerkt.
EIN UNGEWÖHNLICHER JÄGER: DIE VENUSFLIEGENFALLE
Außer den bis jetzt erwähnten Raubtieren gibt es auch
Pflanzen, die mit erstaunlichen Methoden "jagen". Eine davon ist
die Venus-fliegenfalle, die Insekten fängt und sich von ihnen ernährt.
Das Jagdsystem dieser Pflanze funktioniert so: Eine
Fliege sucht Pflanzen nach Nahrung ab und trifft plötzlich auf eine
äußerst attraktive Blume. Was die Venusfliegenfalle, deren Form
an Hände erinnert, die eine Schüssel halten, so reizvoll macht,
sind ihre lockende rote Farbe und noch wichtiger, der süße Duft,
der durch die Blumenblätter umgebende Drüsen abgesondert wird. Die
Fliege wird durch diesen unwiderstehlichen Duft angezogen. Sie setzt
sich ohne zu zögern auf die Blume. Dabei berührt sie zwangsläufig
die scheinbar harmlosen Haare, die sich auf der Blume befinden.
Nun klappt die Pflanze ihre Blütenblätter zu, und die Fliege wird
zwischen den festen Blättern eingeklemmt. Jetzt beginnt die Venus-fliegenfalle
eine "Verdauungsflüssigkeit" abzusondern. Damit wandelt sie das
Insekt in kurzer Zeit in eine gallertartige Masse um. Nun verzehrt
die Pflanze das Insekt vollständig, indem sie es aufsaugt.
Die Falle der Pflanze wird durch sich
auf der Innenseite der Blütenblätter befindliche Haare ausgelöst.
Die Geschwindigkeit der Pflanze beim Fangen der Fliege
ist bemerkenswert. Die Pflanze ist dabei viel schneller als die
maximale Schnelligkeit der Hände eines Menschen. Wenn man versucht,
eine auf der Handfläche sitzende Fliege durch Schließen der Hand
zu fangen, wird man in aller Regel nicht schnell genug sein, die
Pflanze dagegen hat Erfolg. Wie kann sich eine Pflanze, die keine
Muskeln oder Knochen hat, so schnell und geschickt bewegen?
Forschungen haben gezeigt, dass in der Venusfliegenfalle
ein elektrisches System arbeitet. Das System funktioniert folgendermaßen:
Die Landung der Fliege auf den Härchen der Pflanze lässt einen mechanischen
Impuls entstehen der unter den Haaren befindlichen Rezeptoren übermittelt
wird. Wenn dieser Stoß stark genug ist, senden die Rezeptoren elektrische
Signale entlang des Blattes. Diese Signale werden zu den Bewegungszellen,
die die Blätter blitzschnell zuklappen können, getragen; der Mechanismus,
der die Fliege schluckt, ist aktiviert.
1.Die Fliege reizt die Haare und die
Reaktion beginnt. 2.Die elektrischen Reize, die durch chemische
Reaktionen entstehen, breiten sich entlang des Blattes aus.3.Und
die Blume fängt die Fliege!
Außer dem Warnsystem der Pflanze besitzt auch das mechanische
System, durch das sich die Blätter schließen, hervorragende Eigenschaften
der Schöpfung. Sobald die Zel-len, die sich an der Innenseite der
Pflanze befinden die elektrischen Signale empfangen, ändern sie
sofort ihre Wasser-konzentration. Sie geben Wasser frei und ziehen
sich zusammen. Dieser Vorgang ähnelt dem Ablassen der Luft aus einem
Ballon. Währenddessen nehmen die Zellen außerhalb der Falle blitzschnell
Wasser auf und schwellen an. Dadurch Klappt die Falle zu, ähnlich
wie ein Mensch seinen Arm bewegt, wobei sich der Bizeps zusammenzieht
während der Trizeps sich entspannt. Das nun innerhalb der Pflanze
eingesperrte Insekt berührt die Haare immer wieder weil es andauernd
zappelt. So entstehen immer wieder elektrische Signale und folglich
pressen sich die Blätter noch fester zusammen. Unterdessen werden
auch die Verdauungsdrüsen der Falle angeregt. Als Folge der Reize
töten diese Drüsen mit ihren Absonderungen das Insekt und lösen
es langsam auf. So ernährt sich die Pflanze vermittels ihrer Verdauungsflüs-sigkeit,
die das Insekt in eine proteinreiche Suppe umgewandelt hat. Nach
Ende der Verdauung funktioniert der Mechanismus, der für das Schließen
der Falle sorgte, in umgekehrter Weise und öffnet die Blütenblätter
wieder.
Das System besitzt noch eine weitere Eigenschaft: Um
die Falle aktivieren zu können, müssen die Haare unbedingt zweimal
nacheinander berührt werden. Die erste Berührung erzeugt die elektrische
Ladung, aber die Falle schließt sich noch nicht. Die Falle wird
erst bei einer zweiten Berührung geschlossen, nachdem die elektrische
La-dung eine bestimmte Stärke erreicht hat und sich entlädt. Wegen
dieses "Doppelauslösers" wird die Fliegenfalle niemals umsonst geschlossen.
Zum Beispiel aktiviert sie sich nicht, wenn ein Regentropfen darauf
fällt.
Denken wir nach über dieses beeindruckende Jagd-system.
Damit die Pflanze ihre Beute fangen und verdauen kann, muss das
gesamte System vollständig vorhanden sein. Fehlte auch nur ein einziges
Teil, würde die Pflanze absterben. Wenn es zum Beispiel die Härchen
innerhalb des Blütenblattes nicht gäbe, würde die Reaktion nicht
beginnen und die Falle sich nicht schließen, obgleich das Insekt
sich innerhalb der Pflanze befindet. Wenn die Pflan-ze ein vollkommenes
Fangsystem besäße, aber keine Ver-dauungsabsonderungen hätte, auch
dann würde das System unbrauchbar sein. Kurz gesagt, wenn das System
fehlerhaft ist, bedeutet es für die Pflanze den Tod.
Die Pflanze muss alle Eigenschaften, die wir erwähnt
haben, bereits bei ihrer Erschaffung besessen haben. Sicherlich
hat sich eine Pflanze nicht durch eine plötzliche Veränderung in
einen Jäger verwandelt. Zweifellos ist es auch nicht "die magische
Kraft des Zufalls", die sie zu einem so geschickten Jäger macht.
Der wichtigste Punkt dabei ist, dass dieser tüchtige
Jäger keine Denkfähigkeit besitzt. Wenn dieses Lebewesen statt einer
Pflanze ein Tier wäre, würden die Evolutioni-sten wohl behaupten,
dass das Tier sich selbst mit Hilfe der Natur so entwickelt habe.
Doch dieses System gehört einem Lebewesen, welches
über kein Gehirn verfügt; folglich ist es sicher, dass es kein Bewusstsein
hat. Die Pflanze merkt gar nicht, dass sie jagt. Sie ist mit einem
System erschaffen worden, durch das sie sich wie alle anderen Pflanzen
mühelos ernähren kann.
DIE HAARE DES SONNENTAUS
Die Blätter dieser Pflanze
sind über und über mit langen roten Häärchen besetzt. Die
Spitzen dieser Häärchen sind mit einer klebrigen Flüssigkeit
bedeckt, die einen Insekten anlockenden Geruch absondert.
Ein Insekt, das sich der Quelle des Geruchs nähert, bleibt
an den klebrigen Haaren hängen. Je mehr das Insekt versucht
sich zu retten, desto schneller verbiegen sich die Haare und
umfassen es noch kräftiger. Das Insekt wird nun in einer proteinzersetzenden
Absonderung verdaut. Das Bewegungssystem dieser Pflanze ähnelt
dem der Venusfliegenfalle. Die Haare an ihrer Spitze und ihrem
Stiel schwingen und die in den Wurzeln dieser Haare entstehenden
elektrischen Reize starten die Reaktion.
Diese
Webseite basiert auf den Arbeiten von ADEM YAKUP.