TEIL 1: "VIER TIERE, AUF DIE DER QURAN HINWEIST"
DIE MÜCKE
Wie bereits erwähnt, lädt der Quran die Menschen ein, die Natur
zu erforschen und zu versuchen, die darin erschaffenen "Zeichen
Allahs" zu erkennen. Denn alle Wesen tragen zahllose Zeichen,
die zeigen, dass sie "erschaffen" wurden und sie existieren, um
die Kraft, das Wissen und die Kunst ihres Schöpfers zu bezeugen.
Der Mensch ist dafür verantwortlich, diese Zeichen mit seinem
Verstand zu begreifen und Allah zu erkennen.
Es gibt jedoch Tiere, die im Quran besonders erwähnt werden.
Eines ist die Mücke. Der Vers 26 der Sure al-Baqara (2) lautet
wie folgt:
Siehe, Allah scheut sich nicht, ein Gleichnis mit einer Mücke
zu machen oder von etwas noch geringerem; denn die Gläubigen wissen,
dass die Wahrheit von ihrem Herrn ist. Die Ungläubigen aber sprechen:
"Was will Allah mit diesem Gleichnis?" Viele führt Er hierdurch
irre, und viele leitet Er hierdurch recht; doch irre führt Er
nur die Frevler.
Der Vers sagt, dass sogar die Mücke, die eigentlich als ein bedeutungsloses
und gewöhnliches Geschöpf angesehen wird, in Wirklichkeit ein
Tier ist, welches Zeichen von Allah in sich trägt und deswegen
beachtet, erforscht und bedacht werden muss. Deshalb heißt es
auch "Siehe, Allah scheut sich nicht, ein Gleichnis mit einer
Mücke zu machen oder von etwas noch geringerem".
DIE ERSTAUNLICHE ENTWICKLUNG DER MÜCKE
Allgemein ist über Mücken bekannt, dass sie blutsaugende Geschöpfe
sind. Doch diese Information ist nicht ganz richtig, denn es sind
nur die Weibchen, die Blut saugen. Außerdem saugen sie kein Blut,
um sich zu ernähren. Sowohl die Weibchen als auch die Männchen
ernähren sich von Blütennektar. Der Grund, warum die Weibchen
Blut saugen, ist, dass ihre Eier die sich im Blut befindlichen
Proteine für ihre Entwicklung benötigen. Weibliche Mücken saugen
also Blut, um für die Erhaltung ihrer Art zu sorgen.
Wichtig ist hier, dass sich die genannten Verse auf die "weiblichen
Mücken" beziehen. Es ist bedeutungsvoll, dass in dem Quranvers
die "weibliche" Mücke erwähnt wird, obwohl zu dem Zeitpunkt, da
der Quran gesandt wurde, ihre Eigenschaften nicht bekannt waren.
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Die hauptsächliche
Nahrungsquelle der männlichen und weiblichen Mücken besteht
aus Blumennektar. |
Eine der erstaunlichsten und bewundernswertesten Besonderheiten
der Mücke ist ohne Zweifel ihr Heranwachsen. Das Tier entwickelt
sich aus einer winzigen Larve nach sehr verschiedenen Phasen zu
einer erwachsenen Mücke. Die Geschichte dieser Entwicklung sei
hier kurz erzählt:
Die von Blut ernährten, wachsenden Eier werden in den Sommer-
oder Herbstmonaten vom Mückenweib-chen auf feuchten Blättern oder
in ausgetrockneten Teichen abgelegt. Als erstes sucht die Muttermücke
nach einem geeigneten Boden, indem sie dazu ihre empfindlichen
Fühler, die sich unter ihrem Abdomen befinden, verwendet. Wenn
sie einen geeigneten Platz findet, legt sie ihre Eier, deren Länge
nicht mehr als 1 mm beträgt. Sie werden einzeln oder in Reihen
angeordnet. Einige Arten legen ihre Eier so, dass sie sich in
der Form eines Floßes verbinden. In solchen Gelegen befinden sich
manchmal bis zu 300 Eier.
Bei manchen Mückenarten werden Hunderte
von Eiern von der Mutter wie ein Floß aneinander gereiht.
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Die von der Muttermücke mit Sorgfalt gelegten weißen Eier beginnen
sofort, dunkler zu werden und sind nach zwei Stunden vollkommen
schwarz. Diese Farbe verhindert, dass sie von anderen Insekten
und Vögeln entdeckt werden und bildet damit für die Eier einen
wichtigen Schutz. Außer den Eiern ändert sich auch die Farbe mancher
Larven entsprechend der Umgebung, in der sie sich befinden, auch
dies dient ihrem Schutz.
Die von bestimmten Faktoren abhängige Farbände-rung bedarf komplizierter
chemischer Prozesse. Natür-lich ahnen weder die Eier, die Larven,
noch die Mutter-mücke etwas von den Farbänderungen, die während
ihrer unterschiedlichen Entwicklungsstadien stattfinden. Natürlich
ist es auch unmöglich, dass diese Lebewesen solch ein System selbstständig
gebildet hätten, oder dass solch ein System zufällig entstanden
sein sollte. Die Mücken waren seit dem ersten Moment ihrer Existenz,
bei ihrer Schöpfung, bereits mit diesen Systemen ausgerüstet.
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SPEZIELLE KNEIFZANGEN
FÜR DIE PAARUNG
Die paarungsreifen männlichen Stechmücken,
benutzen ihre Fühler, die ihre Hörorgane sind, um ihre Weibchen
zu finden. Die Fühler des Männchens haben andere Funktionen
als die der Weibchen. Die dünnen Härchen am Ende ihrer Fühler,
besitzen eine sehr empfindliche Hörfähigkeit gegenüber den
Geräuschen der Weibchen.
Direkt neben dem Geschlechtsorgan
des Männchens, befinden sich Anhängsel die ihm helfen, ihr
Weibchen während der Paarung in der Luft bei sich zu halten.
Die männlichen Stechmücken fliegen in Gruppen, die wie Wolken
aussehen. Wenn ein Weibchen in diese Gruppe hineinkommt,
paart sich das Männchen mit ihm im Flug. Die Begattung dauert
nicht lange und die männliche Stechmücke kehrt danach zu
seiner Gruppe zurück. Von diesem Moment an, braucht die
weibliche Stechmücke für die Entwicklung ihrer Eier Blut. |
DAS SCHLÜPFEN AUS DEM EI
Wenn die Brutphase beendet ist, schlüpfen die Larven etwa gleichzeitig
aus den Eiern. Durch ununterbrochene Ernährung wachsen sie sehr
schnell. Nach kurzer Zeit ist ihre Haut so straff gespannt, dass
sie nicht mehr weiter wachsen kann. Die Zeit für die erste Häutung
ist gekommen. In dieser Phase platzt die Haut, die äußerst steif
und zerbrechlich ist, sehr leicht. Bevor die Mückenlarve ihre
Entwicklung beendet haben wird, wird sie noch zweimal ihre Haut
wechseln.
DAS ATMUNGSSYSTEM:
Zum Atmen fährt die Larve ein
kleines Röhrchen aus, das die Wasseroberfläche durchstößt.
Durch dieses Röhrchen wird ihr Atmungssystem mit Sauerstoff
versorgt.
Währenddessen hängen die Larven kopfüber unter der Wasseroberfläche.
Ein zähflüssiges Sekret verhindert das Eindringen von Wasser
in die Öffnungen, durch die die Larve atmet. |
Die Methode, die für die Ernährungsweise der Larven ersonnen
worden ist, ist erstaunlich. Die Larven bilden mit ihren fächerförmigen
Härchen kleine Strudel im Wasser. Damit sorgen sie dafür, dass
Bakterien und andere Mikroorganismen einfach in ihren Mund hineinströmen
Die Atmung der Larven die im Wasser senkrecht mit dem Kopf nach
unten schwimmen, erfolgt durch einen Luftschlauch, der einem Schnorchel
ähnlich ist, genauso wie der von Tauchern. Ein zähflüssiges Sekret,
das von ihren Körpern abgesondert wird, verhindert das Eindringen
von Wasser in die Atemöffnungen. Sollten sich diese beiden Systeme
voneinander unabhängig zu verschiedenen Zeiten entwickelt haben,
so bedeutete das, dass die Mücke in dieser Phase hätte sterben
müssen. Das ist einer der Beweise dafür, dass die Mücke komplett
mit all ihren Systemen erschaffen worden ist.
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Während die Stechmücke
aus ihrem Kokon herausklettert, darf ihr Kopf auf keinen
Fall mit Wasser in Kontakt geraten. Denn bereits ein einziger
Moment ohne Luft würde für sie den Tod bedeuten. Deshalb
ist schon ein schwach wehender Wind oder eine Turbulenz
unter dem Wasser für die Mücke sehr gefährlich. |
Die Larven häuten sich nochmals. Diese letzte Änderung ihrer
Haut unterscheidet sich allerdings von den vorangegangenen. In
dieser Phase gehen die Larven in das abschließende "Puppenstadium"
ihrer Entwicklung über, um endgültig zu einer Stechmücke zu werden.
Die Hülle, in der sie sich befinden wird ein letztes Mal äußerst
straff und platzt auf. Aus dieser Hülle schlüpft ein derart verändertes
Tier, dass es schwer ist, zu glauben, dass beide nur verschiedene
Entwicklungsphasen des gleichen Lebewesens sind. Wie man sehen
kann, ist diese Um-wandlung ein so komplizierter und empfindlicher
Prozess, dass er weder von der Larve noch vom Stech-mückenweibchen
geplant gewesen sein kann...
Während dieses letzten Stadiums der Umwandlung besteht die Gefahr,
dass das Tier erstickt, weil sich die Atmungsöffnung, die mit
ihrem Luftschlauch bis oberhalb der Wasseroberfläche reicht, dabei
schließt. Allerdings wird die Atmung dieses neuen Lebewesens nicht
auf diesem Weg erfolgen, sondern mit Hilfe von zwei Rüsseln, die
auf ihrer Kopfseite entstanden sind. Deswegen ragen diese Rüssel
schon vor dem Wechsel der Haut über die Oberfläche des Wassers.
Die Stechmücke im Puppenkokon hat sich zu diesem Zeitpunkt vollkommen
entwickelt. Die Mücke ist mit ihren Fühlern, Rüsseln, Beinen,
Rumpf, Flügeln, Unterleib, und Augen bereit zu fliegen.
Der Kokon der Puppe wird von ihrer Oberseite zerrissen. Die größte
Gefahr zu diesem Zeitpunkt ist es, dass Wasser in den Kokon hineinfließt.
Deswegen ist die Oberseite des zerrissenen Kokons von einer zähen
Flüssigkeit umgeben, die den Kopf der Puppe vor dem Kontakt mit
dem Wasser schützt. Dieser Moment ist extrem wichtig. Denn sogar
der kleinste Wind würde dafür sorgen, dass sie ins Wasser fiele
und stürbe. Deshalb klettert die Mücke die Wasseroberfläche nur
mit ihren Füßen berührend aus dem Kokon.

SO NIMMT DIE STECHMÜCKE IHRE UMGEBUNG
WAHR
Die Stechmücken sind mit sehr empfindlichen
Wärme-Rezeptoren ausgestattet. Sie können die Lebewesen
in ihrer Umgebung aufgrund ihrer Wärme in verschiedenen
Farben wahrnehmen, ähnlich wie auf dem rechten Photo. Weil
diese Wahrnehmung keine Verbindung mit Licht hat, können
sie auch in den dunkelsten Zimmern die Blutadern leicht
finden. Die Wärmerezeptoren der Mücke sind so empfindlich
das sie sogar die kleinsten Wärmeveränderungen von einem
Tausendstel Grad unterscheiden können. |
Wie könnte die erste Stechmücke die "Fähigkeit" gewinnen, eine
solche eine Umwandlung durchzumachen? Könnte es sein, dass sich
eine Larve selbst "entschieden" hat, dreimal ihre Haut zu wechseln
und sich zu einer Stechmücke umzuwandeln?
Natürlich nicht. Es ist absolut klar, dass dieses Lebewesen,
welches Allah als Beispiel nennt, ganz speziell in dieser Weise
erschaffen wurde.
DIE UNGLAUBLICHE TECHNIK DES BLUTSAUGENS
Die Technik des "Blutsaugens" der Stechmücke hängt von einem
komplizierten System ab, in denen unglaublich komplizierte Mechanismen
zusammenwirken.
Nachdem die Stechmücke auf ihrem Ziel landet, wählt sie zunächst
mit Hilfe der Lippen ihres Rüssels einen bestimmten Punkt. Der
Stachel der Mücke, der ähnlich einer Injektionsnadel geformt ist,
wird von einer speziellen Hülle geschützt. Während des Blutsaugens
zieht sich diese Hülle vom Stachel zurück.
Die Haut wird nicht, wie angenommen, durch Andruck des Stachels
durchbohrt. Vielmehr fällt hier die Hauptaufgabe dem Oberkiefer
und den Unterkiefern zu. Der Oberkiefer ist scharf wie ein Messer.
Auf den Unterkiefern befinden sich nach hinten gebogene Zähne.
Der Unterkiefer bewegt sich wie eine Säge vor und zurück und schneidet
die Haut mit Hilfe des Oberkiefers. Wenn der Stachel, der durch
diesen Schnitt hinein gesetzt wird, das Blutgefäß erreicht, wird
der Bohrvorgang beendet. Jetzt beginnt die Stechmücke Blut zu
saugen.
Allerdings besitzt der Körper des Menschen ein Enzym, das bereits
bei kleinsten Schäden in den Blut-gefäßen das Blut gerinnen lässt,
wodurch das Bluten in diesem Bereich gestoppt wird. Eigentlich
sollte dieses Enzym ein großes Problem für die Stechmücke darstellen.
Denn der menschliche Körper wird bei diesem Eingriff sofort reagieren
und das Blut würde sofort ein Blutgerinnsel bilden und die Wunde
würde sich verschließen. Natürlich würde das bedeuten, dass die
Stechmücke auf keinen Fall Blut saugen könnte.
Doch bevor die Stechmücke beginnt, Blut zu saugen, spritzt sie
eine spezielle Flüssigkeit in den Spalt, den sie in der Ader geöffnet
hat. Diese Flüssigkeit neutralisiert das Enzym, das die Blutgerinnung
verursacht. So kann die Stechmücke das Problem der Blutgerinnung
umgehen und die Nahrung für ihren Nachwuchs erreichen. Der Juckreiz
und die Schwellung an der Stelle, an dem die Stechmücke gestochen
hat, wird durch diese die Blutgerinnung verhindernde Flüssigkeit
verursacht.
 
Dieses Bild zeigt ein winziges Tier, welches auf den
Stechmücken als Parasit lebt.
Wenn wir bedenken, dass
die Stechmücke Ernährungs-, Paarungs-, Atmungssysteme
und einen Kreislauf besitzt, von denen wir nur einen
Teil kennen, und darüber nachdenken, dass diese kleine
Laus die auf der Stechmücke lebt, auch komplexe Systeme
und Lebensfunktionen besitzt, kann die Endlosigkeit
der Zeichen Allahs besser verstanden werden. |
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Dies ist sicher ein außerordentliches Verfahren und bringt die
folgenden Fragen mit sich:
1) Woher weiß die Stechmücke, dass sich im menschlichen
Körper ein Blutgerinnungsenzym befindet?
2) Um eine neutralisierende Absonderung gegen
dieses Enzym in ihrem Körper produzieren zu können, müsste sie
die chemische Struktur dieses Enzyms kennen. Wie könnte so etwas
möglich sein?
3) Selbst wenn sie das notwendige Wissen(!)
hätte, wie könnte sie diese Flüssigkeit in ihrem eigenen Körper
produzieren und die technische Ausstattung bilden um sie in ihrem
Stachel zu tragen?
Eigentlich ist dieAntwort all dieser Fragen sehr leicht: Die
Mücke kann kein einziges der oben genannten Verfahren eigenständig
durchführen. Dafür besitzt sie nicht die erforderliche Intelligenz,
das chemische Wissen und auch nicht die benötigte Laborausstattung
um solch eine Flüssigkeit zu produzieren. Das Lebewesen, von dem
wir hier reden, ist nur eine ein paar Millimeter lange Mücke ohne
Bewusstsein und Intelligenz, nur eine Mücke!?!…
Wer die Mücke mit solch erstaunlichen und außerordentlichen Systemen
ausstattet, ist Allah, Der Schöpfer des Menschen und der Mücke,
Allah, der "Herr der Himmel und der Erde und all dessen, was zwischen
beiden liegt".

